Andreas Altmann durch Schillerstiftung ausgezeichnet

Der Lyriker Andreas Altmann, dessen jüngster Gedichtband im poetenladen erschien, erhält die Dr. Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 13. November in Weimar überreicht.

Die Jury der Deutschen Schillerstiftung von 1859 hebt in ihrer Begründung für Andreas Altmann (geb. 1963) besonders seine in eigensinnige und magische Bilder gefassten Natur- und Landschaftsbeschreibungen hervor, so die Pressemitteilung. Seine Gedichte ermöglichten einen anderen Blick auf scheinbar Vertrautes und fordern so eine Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Wahrnehmung.

Das zweite Meer | Taschenbuch 2011 | 14,90 Euro

Andreas Altmann | Das zweite Meer | Gedichte
poetenladen taschenbuch | 2. Auflage, Leipzig 2011
96 Seiten | 14.90 Euro
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„Das zweite Meer ist ein stilles Meisterwerk. Punkt.“ (Dresdner Neueste Nachrichten)
„Wunderbare, synästhetisch flirrende Wort-Aquarelle.“ (Neue Zürcher Zeitung)
„Bilder, die sich exakt und einleuchtend dem Leser einprägen.“ (WDR)


Andreas Altmann

Preis der Autoren für Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff

Das Liedermacher-Autoren-Duo Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff werden für ihr Bühnenprogramm „Du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf“ ausgezeichnet.
– News 414 –

Fotograf: Dylan Thompson

Der Preis, der für die „überzeugende Zusammenführung von Musik, Literatur und Per­formance zu einer eigenen Kunst­form “ verliehen wird, ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Autorenstiftung Frankfurt gestiftet. Seit 2007 vergibt die Autoren­stiftung Frankfurt am Main alljährlich den Preis, eine Auszeichnung für „heraus­ragende Werke der dar­stel­lenden Künste, deren Einzig­artigkeit darin besteht, dass es ein Preis von Autoren für Autoren ist“.

Die Erzäh­lungen und Songs des Duos Heinrich-Spiff sind im mairisch Verlag erschienen. Bei ihren ersten Live-Auf­tritten, so heißt es, schuf das Duo eine fast schon magische Atmosphäre, mit einfachen Songs und Texten, die unge­wöhnlich nahe gehen und im richtigen Moment laut knallen. Frühere Preisträger waren u.a. Annette Hess, Thomas Steinaecker und Paul Brodowsky

Finn-Ole Heinrich: *1982, aufgewachsen in Cuxhaven, Filmstudium in Hannover. Jetzt lebt er in Hamburg.

Spaceman Spiff: alias Hannes Wittmer, *1986, aufgewachsen in Würzburg, lebt in Hamburg.

Website: Autorenstiftung  


Ein ausführliches Interview mit Spaceman Spiff (Hannes Wittmer), geführt von Katharina Bendixen, ist im akutellen poet 12   nachzulesen.

Kein Anti-Kitsch-Blatt vor den Mund nehmen

SPACEMAN SPIFF IM GESPRACH

KATHARINA BENDIXEN: Wenn du ein Lied schreibst, hast du dann zuerst den Text oder die Melodie im Kopf?

HANNES WITTMER: Ganz unterschiedlich. Manchmal ist der Text zuerst da, ein Satzfetzen, den ich mir irgendwo notiert habe, manchmal habe ich auch ein Gitarrenriff im Kopf, und dann gibt es einen Moment, wo beides zusammenfliest. Ich habe schon oft versucht, mich hinzusetzen und ein Lied zu schreiben, aber das kann ich gar nicht. Meistens passiert das in einer halben Stunde. Monatelang habe ich nichts Neues geschrieben, und dann gibt es eben diesen Moment. Ich glaube, ich selbst bin daran nicht so richtig beteiligt. Das Lied benutzt mich, um geschrieben zu werden.
(Weiteres im Literaturmagazin poet nr. 12  )

Illustration: Miriam Zedelius

Letzte Tinte am Bildschirm

Was über den Dichter Günter Grass gesagt werden muss

Man kann Gedichte zweckentfremden oder Empfindungen und Einsichten durch mangelnde Sprachkunst in schiere Trivialität verwandeln. Oder man kann Gedanken, die wenig Originelles bieten, durch Zeilenumbrüche den Anschein von Bedeutung geben. Beinahe all das gelingt Günter Grass mit seinem Gedicht Was gesagt werden muss, das als Welt­nachricht in mehreren Zeitungen erschien und von vielen als Pamphlet gegen Israel empfunden wird.

Gleich beim ersten Lesen stellt sich die Frage, ob wir es überhaupt mit einem Gedicht zu tun haben. Sicher lässt sich nicht im Detail klären, was ein Gedicht aus­macht, doch wäre fest­zuhalten, dass dem Text signi­fikante kompo­sito­rische Ver­fah­rens­weisen auf dem Stand heuti­ger Dichtung fehlen. Dass es ein Gedicht sei, wird von Grass behauptet, und so kann man nur sagen: Ein Gedicht ist ein Gedicht, wenn der Autor sagt, es sei ein Gedicht.

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Poesie-Präsentationen | Pecha Kucha

Poesie-Bildpräsentationen – Pecha Kucha

Samstag 18.6.2011 umd 15:30 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz, Black Box, Eintritt frei

Einige der interessantesten Projekte der deutschsprachigen Lyrikszene – darunter der poetenladen mit Andreas Heidtmann – haben Pecha Kucha-Präsentationen vorbereitet, eine Vortragsform aus Japan, die mittlerweile Kultstatus erlangt hat.

Mit Jörn Dege Literaturzeitschrift Edit, Leipzig Andreas Heidtmann poetenladen, Leipzig Brigitte Labs-Ehlert Intendantin des Literatur- und Musikfests »Wege durch das Land«, Ostwestfalen-Lippe Jörg Piringer Autor, Wien Sabine Scho Autorin, Berlin Daniela Seel Verlegerin KOOKbooks, Berlin Friedrich W. Block Kurator der Stiftung Brückner-Kühner, Kassel sowie Thomas Wohlfahrt Leiter der Literaturwerkstatt Berlin

Einige der interessantesten Projekte der deutschsprachigen Lyrikszene haben Pecha Kucha-Präsentationen vorbereitet, eine Vortragsform aus Japan, die mittlerweile Kultstatus erlangt hat. 20 Bilder â 20 Sekunden pointierter Rede fordern jedem Vortrag nicht nur Anschaulichkeit ab, sondern die Konzentration auf das Wesentliche. Die Veranstaltung bietet der Poesie einen performativen Marktplatz und setzt überraschende Wirkungsparameter frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Lyrik im Konzert

Lesung auf der Burg Ranis

mit Marion Poschmann, Andreas Altmann, Annerose Kirchner und Christian Rosenau (Gitarre)

18.06.2011 |  17:00 Uhr | Burg Ranis

14. Thüringer Literatur- und Autorentage

Burg Ranis

 

 

 

 

 

Lesung: Gesichtergeschichten mit Marie T. Martin

Lesung: Gesichtergeschichten
Mi, 29. Juni 2011, 19.00 Uhr

Käthe Kollwitz Museum Köln

In der Lesung wird – anders als in der Sonderausstellung GesichtZeigen – das Gesicht literarisch ausgelotet. Das Gesicht ist der ausdrucksstärkste Teil des menschlichen Körpers. Jemandem ins Gesicht sehen heißt, ihn nach seiner Wahrheit zu befragen. Gleichzeitig ist es aber auch fähig, Geheimnisse zu bergen. Die Autorinnen Nika Bertram, Johanna Hansen, Bettina Hesse, Doris Konradi und Marie T. Martin werden sich mit diesem spannenden Thema befassen.

Eine Kooperation mit der GEDOK KÖLN

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24
50667 Köln

Infos

Prosanova 2011 – Finalisten

26. bis 29. Mai 2011

Die Finalisten des dritten PROSANOVA-Literaturwettbewerb sind:

Kathrin Bach, 1988 geboren, in der hessischen Provinz aufgewachsen, in die niedersächsische Provinz umgezogen. Dort: Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim. Schreibt Lyrik und Prosa.

Alina Herbing, geboren 1984 in Lübeck. Sie studierte Geschichte und Germanistik in Greifswald und Berlin, seit 2009 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie ist Mitherausgeberin der Landpartie 2011 und Teilnehmerin der Autorenwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung 2011.

Susanna Mewe
, 1981 in Paderborn geboren, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa und Dramatik und übersetzt Lyrik. Zuletzt erschien Wir wollten Amerika finden (Kevin Prufer, Luxbooks 2011, Mitübersetzer: Norbert Lange).

Frank O. Rudkoffsky, geboren 1980 in Nordenham, lebt in Stuttgart. Er studierte Allgemeine Rhetorik, Politikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur sowie am Studio Literatur und Theater in Tübingen. Zurzeit arbeitet er an dem Romanprojekt Dezemberfieber. Seit Frühjahr 2011 ist er Redaktionsmitglied der Literatur- und Kunstzeitschrit ]trash[pool.

Christopher Weber, geboren 1985 in Filderstadt, studierte von 2004 bis 2009 am Deutschen Literaturinstitut und von 2006 bis 2011 Physik in Leipzig und Berlin. Im Herbst 2011 wird er mit seiner Promotion in Physik an der FU Berlin beginnen. 2005 wurde er beim Walter-Kempowski-Literaturpreis ausgezeichnet.

Frauke Scheffler wurde 1984 in Hagen geboren und lebt in Köln. Studium in Köln, Bonn und an der Duke University in Durham, North Carolina. 2010/11 längerer Aufenthalt in Washington DC. Zur Zeit promoviert sie in nordamerikanischer Geschichte an der Universität Köln. 2010 war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses.

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Das Finale des Literaturwettbewerbs findet am Sonntag, dem 29. Mai auf dem Festival für junge Literatur PROSANOVA in Hildesheim statt.

Dort stellen die Autoren öffentlich die nominierten Texte vor, sie lesen um den Jury- und den Publikumspreis. Der Preis der Jury ist mit 1.500 Euro und mit einem einmonatigen Aufenthaltsstipendium in den Künstlerhäusern Worpswede ausgestattet. Der Publikumspreis besteht aus einem einmonatigen Aufenthaltsstipendium in Worpswede und einer einmaligen Zuwendung von 500 Euro für den Zeitraum des Aufenthalts.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, dem Festivalprogramm, Vorverkauf und Akkreditierung stehen unter www.prosanova.net bereit.

PROSANOVA | Festival für junge Literatur
26.-29. Mai 2011 Hildesheim
www.prosanova.net

Nacht der Poesie

Lesung aus „Es gibt eine andere Welt“

4. Juni 2011, 20 Uhr im Landhaus Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Stadtmuseum Dresden, Städtische Galerie)

Mit Ulrike Almut Sandig, Undine Materni, Sascha Heße, Viktor Kalinke, Volker Sielaff und Patrick Beck. Moderation Axel Helbig.

Sachsen ist ein Land der Dichter, wie auch die kürzlich erschienene Anthologie „Es gibt eine andere Welt – Eine Anthologie aus Sachsen, Neue Gedichte“ (Verlag poetenladen, Leipzig 2010), eindrucksvoll belegt. Sechs unverwechselbare Stimmen präsentieren sich den Gästen des evangelischen Kirchentages und gehen mit ihren Texten den Fragen nach: Wie relevant sind Religion, Glaube, Transzendenz für die moderne Poesie?

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Gefördert vom 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Marie T. Martin zur zwischen/miete in Freiburg

In einer Freiburger WG: Ein Abend mit Bier und Brötchen. Und Literatur.

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftsteller­gene­ration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur »Zwischenmiete« in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Im Mai ist die in Freiburg geborene Autorin Marie T. Martin in ihre Heimatstadt eingeladen, um in Wohnzimmer­atmosphäre aus ihrem Erzähldebüt „Luftpost“ zu lesen.

ZWISCHEN/MIETE. Lesungen in WGs

Marie T. Martin | »Luftpost«

am 20. Mai 2011

um 20 Uhr

in WG (Zasiusstraße 54, Freiburg)

Eintritt inklusive Brötchen und Bier 3 Euro. Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zu­sammen­arbeit mit dem Studentenwerk Freiburg.

Marie T. Martin wurde 1982 in Freiburg geboren, nahm über mehrere Jahre an den Jugendwerkstätten des Literaturbüros Freiburg teil, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt mittlerweile in Köln. 2007 erhielt sie den Förderpreis des MDR-Literaturwettbewerbs und war 2010 Stipendiatin der Stadt Köln in Istanbul.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.