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  Marie T. Martin | Luftpost   Marie T. Martin
Luftpost
Erzählungen
poetenladen 2011
gebundenen Ausgabe
17,80 Euro
ISBN 978-3-940691-20-0
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Geschichten als poetische Sendung

Berührend und mit eigenwilliger Poesie erzählt Marie T. Martin von ihren dünnhäutigen Helden, für die ein fremder Wohnungsschlüssel den Eintritt in ein neues Leben verspricht, die all ihre Hoffnungen auf einen spontanen Urlaub mit dem alten Schulfreund oder auf die Antwort ihrer geheimen Luftpost richten, und die manchmal von dieser Hoffnung nicht enttäuscht werden. Zumindest für einen kurzen Moment.

»Vielleicht ist der Tod, sagst du und grinst, nur wie ein Abfluss und alles wird in einem Strudel eingesaugt mit einem schmatzenden Geräusch und kommt in die universale Kläranlage. Das, sage ich, ist mir zu spät, ich möchte einen Klarspüler für die Seele, hier und jetzt.«


Stimmen zum Buch

 
Hoch verdichtete Prosa präsentiert Marie T. Martin in ihrem Debütband. In diesem Sinne sind Marie T. Martins Erzäh­lungen „zeit­notorisch“, sie zeichnen psycho­logische Bilder der Postadoleszenz im Angesicht einer seltsam versperrten Welt.
Deutschlandfunk | Enno Stahl
 
Da hat jemand richtig hingeschaut und zugehört und findet eine Sprache für die Möglichkeiten, die sich auftun und verschließen, und benennt Dinge, die nicht aus poetischen oder metaphorischen Gründen im Text herumstehen, sondern solche, die das Leben leider allzu oft ausmachen: Turnhallen und Hefezöpfe und Espres­so­maschinen, das ganze Elend.
FAZ | Andrea Diener
 
Die Geschichten in „Luftpost“ haben es in sich: Marie T. Martin zeigt kein Interesse an Helden oder Siegertypen, ihre Protagonisten stehen mal auffällig, mal unauffällig am Rand der Gesellschaft, kämpfen mit dem Leben, nicht selten gegen sich selbst.
Culturmag | Frank Schorneck
 
In diesem Buch finden sich Sätze, die man abschreiben möchte.
Volltext
 
Perfekte Sommerlektüre
Luftpost ist eine Sammlung von Erzählungen, die alle für sich stehen und doch auf spannende Weise zusammengehören. Denn mal mehr und mal weniger auffällig tauchen Charaktere aus vergangenen Geschichten wieder auf.
Radio Fritz | rbb
 
Es sind tief­greifende Themen, mit denen die Debü­tantin ihre Kurz­geschichten­sammlung eröffnet, tief­sitzende Probleme, die sich auch in den weiteren Erzäh­lungen immer wieder auffinden lassen ...

Marie T. Martins Erzählen ist experimen­tier­freudig. Sei es, dass gleich zwei Ich-Erzähler paral­lel in einer Geschichte auf­treten wie in Fallschirm, sei es, dass mit den Geschlechts­zuschreibungen, die der Leser/die Leserin versucht, den Erzählern aufzulegen, gespielt wird: Es ist ein Lesen, das Verwirrung stiftet.
Literarisches Zentrum Gießen | Jennifer Sprodowsky
 
Die Lyrikerin ist unverkannbar am Werk, wenn sich ein schöner verwunschener Satz an den nächsten reiht oder die Fomulierungen mitunter grazile Wendungen beschreiben.
Kölnische Rundschau
 
In einem anderen Text schließlich sinniert die Autorin darüber, was Krankheit bedeutet: „Krankheit ist Kindheit, sind gedämpfte warme Stimmen, schwaches Licht, Kissen, die ausgeschüttelt werden, dazu gehört eine andere Person. Es hilft nicht zur Gesundung, wenn man sich selbst Tee kocht.“ ... Das ist klug beobachtet – wie vieles in diesem schönen und viel zu schmalen Buch, das in der gewohnt liebevollen und ansprechenden Gestaltung durch den Verlag auch buchkünstlerisch und haptisch Genuss bereitet.
Am Erker | Steffen Roye
 
Buch mit Sogwirkung. Ein Page Turner. Marie T. Martin ist eine Autorin, die etwas zu sagen hat. Ihre Stories kommen direkt aus dem Leben, greifen in eine volle Schatztruhe der Erfahrungen, Empfindungen, Eindrücke, Ausdrücke, Träume und Alpträume.
Fixpoetry | Gerrit Wustmann
 
Jeder Satz ist wie ein Nukleus, ein Kern mit der Anlage zu vielen fruchtbringenden Geschichten. Deren Luzidität besteht in der Vereinzelung dieser Sätze, die in schwierigen Situationen überlebenswichtig werden. Es kommt dabei auf jedes einzelne Wort an.
Titel-Magazin | Leif Nybelen




»Marie T. Martins Texte zeugen von einem höchst eigenwilligen, phantasievollen, poetischen und stellenweise sehr humorvollen Zugriff auf die Wirklichkeit und bestechen durch Formenreichtum sowie große Sensibilität und Sicherheit im Umgang mit der Sprache. All dies macht Marie T. Martin zu einer vielversprechenden Stimme in der jungen deutschen Literatur.«

Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, Jurybegründung




Marie T. Martin, geboren 1982 in Freiburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolvierte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin.

Sie lebt in Köln. 2007 erhielt sie den Förderpreis des MDR-Literaturwettbewerbs und ein Jahr darauf das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. 2010 war sie Stipendiatin der Stadt Köln in Istanbul. Luftpost ist ihr Erzähldebüt.



  

 
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