Doppelpremiere mit Elke Erb und Ulrike Feibig

Doppelpremiere  in der Sächsischen Akademie der Künste, Akademiesalon

REIHE NEUE LYRIK | Elke Erb und Ulrike Feibig
Montag, 12. Dezember 2016, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:  Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lesung: Elke Erb und Ulrike Feibig
Moderation: Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt, Herausgeber der Reihe Neue Lyrik

In einer Doppelpremiere werden Elke Erb und Ulrike Feibig aus ihren aktuellen Bänden der Reihe Neue Lyrik lesen. Die erfolgreiche Lyrikreihe wurde von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2011 gegründet, die im Wechsel je ein lyrisches Debüt und Gedichte eines etablierten Lyrikers herausgibt (Poetenladen Verlag Leipzig). Die Lesung in der Sächsischen Akademie der Künste verkörpert das Prinzip der Reihe und gibt einen Einblick in die spannungsreiche Vielfalt heutiger Lyrik. Das Dichterinnenduo wird moderiert von den Autoren und Mitherausgebern der Reihe Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt.

ELke Erb und Ulrike Feibig

Elke Erb und Ulrike Feibig

In ihrem neuen Band „Gedichte und Kommentare“ könne man, so schrieb die FAZ, Elke Erb bei der Arbeit zusehen. Für Ulrike Feibig, Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, erweist sich neben der Collage das Spiel mit Lauten und Metren, mit Reimen und Refrainhaftem als substantiell für ihren Debütband „Perlicke, perlacke, mein Herz schlägt“.

Elke Erb, geboren 1938 in Scherbach (Eifel), siedelt 1949 nach Halle über. Nach ihrem Lehrerexamen war sie mehrere Jahre als Lektorin tätig. Seit 1966 arbeitet sie als freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Elke Erb ist Mitglied der Sächsischen und der Berliner Akademie der Künste und wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis und dem Erich-Fried-Preis.

Elke Erb: Gedichte u Kommentare

Elke Erb: Gedichte u Kommentare

Elke Erb
Gedichte und Kommentare
Reihe Neue Lyrik – Band 10
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Hrsg. von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
200 Seiten, Euro 16.80, ISBN 978-3-940691-72-9
Hardcover, poetenladen  2016

Ulrike Feibig, 1984 in Magdeburg geboren, studierte Kunstvermittlung an der Universität Leipzig und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Seit einigen Jahren führt sie Projekte in den Bereichen Literatur, bildende Kunst, Tanz/Performance durch. Sie veröffentlicht in Zeitschriften uud Anthologien. „perlicke perlacke, mein Herz schlägt“ ist ihr Debütband.

Reihe Neue Lyrik Band 11

Reihe Neue Lyrik Band 11

Ulrike Feibig
perlicke perlacke, mein Herz schlägt
Reihe Neue Lyrik – Bd. 11
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Hrsg. von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
Hardcover, poetenladen, 2016
96 S. | 16.80 €, ISBN 9783940691767

Was ist der poetenladen?

Der poetenladen im Haus für Poesie (Berlin)

Mittwoch, 30.11.2016  um 19 Uhr
Haus für Poesie, Knaackstr. 97, 10435 Berlin (Kulturbrauerei)

Im poetenladen steht man nicht an. Im poetenladen gibt es Gedichte und andere Texte – in Büchern und im Web. Der Verlag poetenladen bewegt sich zwischen der virtuellen und der haptischen Welt. Seinen Ursprung hat er in dem Internetportal poetenladen.de. Neben Buchpublikationen er- scheint im Verlag halbjährlich das Magazin „poet“, das Einblick in die junge Literaturszene gibt. Der erste Buchtitel kam 2007 heraus. Von da an entwickelte sich der Verlag zu einem der wichtigsten Multiplikatoren anspruchsvoller deutscher Lyrik. Er veröffentlichte Bände bedeutender Dichterinnen und Dichter wie Elke Erb und Wulf Kirsten. 120 sind es bislang.

potenladen,

potenladen: Róža Domašcyna, Thomas Böhme, Andreas Heidtmann, Jan Kuhlbrodt (Mod.)

Zu Gast sind neben Verleger Andreas Heidtmann (geb. 1961 in Hünxe) die sorbische Dichterin Róža Domašcyna (geb. 1951 in Zerna) und der Dichter Thomas Böhme (geb. 1955 in Leipzig). Jan Kuhlbrodt spricht mit ihnen über die Geschichte und die Bedeutung des Verlags. Domašcyna liest aus ihrem Band Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt (poetenladen 2016), und Böhme aus Abdruck im Niemandswo (poetenladen 2016).

Abdruck im Niemandswo

Thomas Böhme: Abdruck im Niemandswo

Ab­druck im Nie­man­ds­wo ver­eint Ar­bei­ten aus den letz­ten zehn Jah­ren mit neu­en Ge­dich­ten und spie­gelt auf die­se Wei­se die un­ge­heu­re the­ma­ti­sche Viel­falt und den For­men­reich­tum des ly­ri­schen Schaf­fens von Tho­mas Böh­me. Al­te Böh­me-Fans und Le­ser, die sein Werk erst ent­de­cken woll­ten, kom­men so glei­cher­ma­ßen auf ih­re Kos­ten.
Kreuzer, Leipzig

 

Róža Domašcyna

Róža Domašcyna: Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt

 

„Die Gedichte der Róža Domašcyna stehen in denkbar weitester Entfernung zur sorbischen Heimatfolklore und zu allen naiven Versuchen, in den jenseitigen Dörfern der Lausitz ein idyllisches Paradiesgärtlein zu verorten. Dagegen sind es immer wieder vokabuläre Reize, fremde Laute, bizarre Wörter-Funde, an denen sich die poetische Phantasie der Dichterin entzündet und ihr Nomadisieren zwischen den Sprachwelten in Gang setzt.“
der Freitag, Michael Braun

 

poet Leseparty Herbst 2016

poet Leseparty in der galerie Kub

28.10.2016 · Freitag · 20 Uhr
Galerie KUB, Kantstr. 18, 04275 Leipzig
Lesung · Musik · Gespräch
poet Leseparty Im Rahmen des Leipziger Literarischen  Herbstes

Autoren, Musiker, Gäste der poet Leseparty:
Katharina Bendixen · Sascha Macht · Theresa Pleitner  ·  Andra Schwarz
Mod:  Katharina Bendixen ·  Andreas Heidtmann
Musik: Karolina Trybala  · Vocalist

Eintritt frei

poet Leseparty 2016

Der 21. poet ist da! Das Erscheinen des Magazins nimmt der poetenladens zum Anlass einer bunten, literarisch spannenden Darbietung aus Lesung, Autorendialog und Life-Musik- der poet Leseparty.

Unter den Lesenden sind Katharina Bendixen mit ihrem Romandebüt, Sascha Macht, mit dem der poet über das aktuelle Thema Fortschritt sprach, Theresa Pleitner mit Prosa und Andra Schwarz, Open-Mike-Preisträgerin, mit Gedichten. Be­sonders freuen wir uns auf Karolina Trybala, die mit fun­kelnder Stimme den Abend vom Tango bis zum Chanson bereichert.

Natürlich erfährt man auch einiges über das neue Magazin poet, das sich dem Thema Lit­eratur und Fortschritt widmet und Gespräche mit Jo Lendle, Sascha Macht, Sabine Scholl, Jürgen Ploog und Ann Cotten enthält.

»Heutzutage Autor zu sein, finde ich wunderbar. Man kann sich aus einer reichen Tradition bedienen.« Sascha Macht

»Ich glaube nicht an Fortschritt, nicht im Sinn einer Verbesserung von allem – einfach undenkbar, dass dabei nicht gleichzeitig anderes vergessen wird, verkümmert .« Ann Cotten

Autoren poet LEseparty

Katharina Bendixen · Sascha Macht · Theresa Pleitner · Andra Schwarz

Die poet Leseparty  findet statt im Rahmen des Literarischen Herbstes

Leseparty im Literarischen Herbst

Literarischer Herbst 2016

Die Lesung wird von der Stadt Leipzig unterstützt.
Das Magazin von der KdFS.

Gefrödert durch das Kulturamt Leipzig

KdFs Poet

Jazz und Chansons  auf der poet Leseparty von Karolyna Trybala und Begleitung

Karolina Trybala

Karolina Trybala auf der Leseparty

EDITORIAL POET 21

Der Umschlag zeigt eine mit großen Schritten voraneilende Figur, gerade noch rechtzeitig aufs Cover gebannt. Das Gesprächsthema der 21. poet-Ausgabe – Literatur und Fortschritt – ist weit gespannt: vom Fortschrittsgedanken, der sich auf literarische Verfahren bezieht, bis zu Themen, die sich aus technischen Innovationen oder veränderten Lebens­bedingungen ergeben. In seiner ästhetischen Theorie unterstellt Adorno einen vergleichbaren Prozess in der Kunst, die sich jeweils der neusten Materialstände und Verfahren bedient und damit gleichsam linear fortschreitet. Peter Bürger allerdings stellt diese Annahme infrage und erläutert in dieser Ausgabe seine Gründe.

Eröffnet wird der 21. poet mit Erzählungen und zwei aktuellen Texten aus Angola. Auch in der Lyrik geht es über den deutschsprachigen Raum hinaus mit Beiträgen aus Venezuela und den USA. Für einen vertiefenden poetischen Einblick sorgen Kommentare von Michael Braun und Michael Buselmeier zu ausgewählten Gedichten.

Andreas Heidtmann, Herbst 2016

»Heutzutage Autor zu sein, finde ich wunderbar. Man kann sich aus einer reichen Tradition bedienen.« Sascha Macht

»Lieber entwickelt man Roboter, die die vielen Alten versorgen sollen …« Sabine Scholl

»Dass die Darreichungsformen vielfältiger werden, ist erst einmal kein Drama.« Jo Lendle

»Ich mache  immer noch ein Fragezeichen, ob sich das Lesen verändert hat.« Jürgen Ploog

»Ich glaube nicht an Fortschritt, nicht im Sinn einer Verbesserung von allem – einfach undenkbar, dass dabei nicht gleichzeitig anderes vergessen wird, verkümmert …« Ann Cotten

»Nun gibt es eine Ebene des literarischen Schaffens, wo man zumindest erwägen kann, die Frage nach dem Fortschritt zu stellen, die Ebene des Verfahrens.« Peter Bürger

LINKS:

poet Magazin

Literarischer Herbst

Karolina Trybala

Der poet im Online Shop (portofrei)

 

Jäger Gejagte – 5 Gedichte von Uwe Hübner

Jäger Gejagte – 5 Gedichte von Uwe Hübner

Peter Mario Grau (Rezitation), Jondikator (Video/Musik), Daniel Semke (Licht/Ton)
ACUD Theater – Veteranenstraße 21, 10119 Berlin-Mitte

Termin : Samstag, den 27. August 2016 um 20.00 Uhr
Aufführungsdauer : 60 Minuten, Eintritt : 10€ / ermäßigt 5€

Plakat von Vpler Mehner und Uwe Hübner

Acud Plakat

Uwe Hübner, geboren 1951 in Gelenau/Erzgebirge, lebt als Autor in Dresden. Er war unter anderem als Maurer, Bibliothekshelfer, Buchhändler, Galerist und Maschinist tätig.
Buchpublikationen:
– Jäger Gejagte. Gedichte. Poetenladen, Leipzig 2013
– Löchrige Deckschicht. Gedichte.
– Pinscher und Promenade. Szenische Texte, kurze Prosa. Galrev Verlag, Berlin 1993

„Man könnte Uwe Hübner wie kaum einen anderen der zeitgenössischen Dichter als
Chronist der Brüche in der Nachwendezeit bezeichnen, der Um- und Neubewertungen,
der Anpassungsleistungen, der Abschleifungsprozesse und der Sinnentleerung. Als einen,
der dies mit hintergründigem Humor pariert, einer Bissigkeit zuweilen als adäquate
dichterische Reaktion, die sich wie eine Abrechnung mit dem Zeitgeist liest.“ Jayne-Ann Igel
Peter Mario Grau, geboren 1955 in Altenburg/Thüringen, lebt als freiberuflicher Schauspieler in Berlin. Er spielte unter anderem am Staatsschauspiel Dresden, am Mecklenburgischen
Staatstheater Schwerin, am Schauspiel Leipzig und in Film-und Fernsehproduktionen.

Jäger Gejagte Uwe Hübner

Uwe Hübner: Jäger Gejagte

Uwe Hübner: Jäger Gejagte
Gedichte, Reihe Neue Lyrik – Band 6
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
poetenladen 2013
Gebundene Ausgabe
104 Seiten | Euro 16.80
ISBN 978-3-940691-49-1

Zum Autor und zum Titel   ►
Portofrei bestellen (Shop 1)  ►

Martha-Saalfeld-Förderpreis 2016

Martha-Saalfeld-Förderpreis 2016 geht an
Martina Weber, Stefan Gemmel, Rainer Holl und Maike Wetzel

Am 13. Juli 2016 wird am Campus Landau der diesjährige Martha-Saalfeld-Förderpreis für Literatur des Landes Rheinland-Pfalz verleihen.

Die öffentliche Preisverleihung findet ab 18 Uhr im Audimax am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau, Fortstraße 7, statt. Der Eintritt ist frei

Die Preisträger 2016 Stefan Gemmel, Rainer Holl, Martina Weber und Maike Wetzel wurden von einer Fachjury und Studierenden einer germanistischen Lehrveranstaltung an der Universität in Landau unter 80 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis überreichen Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf und der Präsident der Universität Koblenz-Landau, Prof. Dr. Roman Heiligenthal.

Die Studierenden des Studiengangs „Darstellendes Spiel/Theater“ des ZKW (Zentrum für Kultur- und Wissensdialog) werden in kurzweiliger Weise die prämierten Texte inszenieren. Das Publikum wird an dem Abend aus den Preisträgern einen Hauptpreisträger wählen dürfen. Bei einem Weinumtrunk im Anschluss haben die Gäste die Gelegenheit zum Gespräch mit den Autorinnen und Autoren.

Martina Weber Martha-Saalfeld-Förderpreis

Martha-Saalfeld-Förderpreis an Martina Weber

Martina Weber im poetenladen Verlag

Martina Weber, 1966 in Mannheim geboren, lebt in Frankfurt am Main als Lyrikerin und Juristin. Seit 2005 leitet sie die Textwerkstatt II im Zentrum für junge Literatur in Darmstadt. 2013 erschien ihr Lyrikdebüt erinnerungen an einen rohstoff im poetenladen Verlag.

Sie publizierte u.a. in Sinn und Form, Jahrbuch der Lyrik, außer.dem, Der deutsche Lyrikkalender, Blumenfresser sowie poet. In 3. Auflage erschien: Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen (Uschtrin Verlag, 2011).

Auszeichnungen u.a.: Frankfurter Autorenstipendium, Arbeitsstipendium des Landes Hessen, Georg Glaser-Förderpreis, Heinrich Vetter-Preis, Finalisten beim Münchner Lyrikreis, beim Lyrikpreis Meran sowie beim Horst-Bingel-Preis.

Buchpremiere mit Thomas Böhme

Buchpremieren mit Thomas Böhme in der Stadtbibliothek Leipzig
Abdruck im Niemandswo, Gedichte

Dienstag, 31.5., 19.00 Uhr
Stadtbibliothek, Veranstaltungsraum „Huldreich Groß“
Moderation: Ulf Heise; Musik: Thorsten Walther

Am Dienstag, dem 31, Mai 2016, stellt Thomas Böhme in einer von Ulf Heise moderierten Buchpremiere-Veranstaltung seinen neuen Gedichtband vor: Abdruck im Niemandswo (poetenladen 2016).

»Hundertfach wähnt man sich bei Thomas Böhme zu Gast im Absurden, in einer verwunschenen Sphäre der Überraschungen und unerwarteten Wandlungen.« LVZ

Thomas Böhme: Abdruck im Niemandswo

Abdruck im Niemandswo

Der Band »Abdruck im Niemandswo« zeigt Thomas Böhme als Lyriker auf der Höhe seines Schaffens. In acht Kapiteln öffnet sich ein Formen- und Themenreichtum, der durch Zeiten und Räume führt – von verkarsteten Landstrichen über reale und verwunschene Gegenden, die von Märchengestalten und streunenden Tieren bevölkert werden, bis hin zu »Toskanischen Telegrammen«. Virtuos werden Elemente der Ballade und Moritat einbezogen, Skurriles, Fantastisches und Surreales klingen an.

Unverkennbar auch der legere, an den Beatniks geschulte Ton, mit dem Thomas Böhme Alltagsszenen einfängt, Geburtstagsfeiern der Fünfziger oder ein Konzert mit Patti Smith. Die Sprache zeigt sich in schillernder Bandbreite: ganz gegenwärtig, von poetischer Eindringlichkeit und überraschend nicht zuletzt dann, wenn sie vergessen geglaubte Wörter en passant ans Licht holt.

Thomas Böhme Buchpremiere Abdruck im Niemandswo

Thomas Böhme

Thomas Böhme, geboren 1955, lebt als Autor in Leipzig. Neben Lyrikbänden veröffentlichte er mehrere Romane, Erzählungen sowie Kurzprosa. Seine Arbeit wurde mit dem Georg-Maurer-Preis, der Ehrengabe der Schillerstiftung und dem Sächsischen Literaturpreis ausgezeichnet.

»Abdruck im Niemandswo spiegelt die ungeheure thematische Vielfalt und den Formenreichtum des lyrischen Schaffens von Thomas Böhme. Alte Böhme-Fans und Leser, die sein Werk erst entdecken wollen, kommen so gleichermaßen auf ihre Kosten.« Das Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“ in seiner April-Ausgabe:

Im Niemandswo

Da war kein Haus, war keine Grenze
nur weite Landschaft ohne Horizont
in der vergebens Anhaltspunkte suchte
wer sich in dieses Namenlos verirrte.

Der sich in dieses Namenlos verirrte
fand eine Landschaft ohne Haus und Grenze
wo er vergebens nach dem Horizont
nach Anhaltspunkten in der Weite suchte.

Nach Anhaltspunkten in der Weite suchend
fand er nur grenzenlose Landschaft
in der er weder Haus noch Namen
und nicht einmal den Horizont erahnte.

Der nicht einmal den Horizont erahnte
an namenloser Landschaft irre wurde
vergebens Haus und Grenze suchte
im Niemandswo und ohne Anhaltspunkt.

 

Aus: Abdruck im Niemandswo, poetenladen 2016

Abdruck im Niemandswo

Thomas Böhme
Abdruck im Niemandswo
Gedichte, 160 S., broschiert mit farb. Vorsatz, € 17,80
ISBN 978-3-940691-75-0
poetenladen Verlag,  2016

Das Buch im Verlag

Das Buch im online-Shop

 

Der gelbe Akrobat II im DAI

Der gelbe Akrobat II im DAI
vorgestellt von Michael Braun & Michael Buselmeier

Mi, 13. April 2016, 20:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg

Das Gedicht als Gesprächspartner: Nach dem Erfolg des ersten Bandes (Der gelbe Akrobat) haben die beiden Lyrikkenner Michael Braun und Michael Buselmeier fünfzig weitere Gedichte der Gegenwart ausgewählt. Biografische und persönliche Aspekte bilden häufig den Einstieg und wecken Neugier auf das Gedicht – fern jedes akademischen Gestus.

Braun und Buselemeir

M. Buselmeier / M. Braun

Die Kommentare geben fast beiläufig einen Einblick in die Gegenwartsdichtung. Neueste Entdeckungen finden sich in dem Band ebenso wie vieldiskutierte Texte bekannter Autoren. Mit Gedichten von Elisabeth Langgässer und Oskar Loerke erinnern die Herausgeber an die Meister der naturmagischen Schule, um die es still geworden ist.

DAI

Michael Braun, hervorragender Kenner deutscher Gegenwartslyrik, und der Heidelberger Lyriker Michael Buselmeier legen so profunde wie verständlich dar, was Lyrik zu leisten vermag – auch heute.

Braun, Buslelmeier:. Akrobat

Der gelbe Akrobat 2

Michael Braun & Michael Buselmeier
Der gelbe Akrobat 2
50 deutsche Gedichte der Gegenwart,
kommentiert
184 Seiten, Euro 18.80
ISBN 978-3-940691-73-6
Poetenladen Verlag, Januar 2016

Zur Verlagsseite

Aus dem Vorwort
Der gelbe Akrobat, Band 2 (2016)

Lyrikanthologien sind sehr vergängliche Gebilde. Mit dem ehrgeizigen Ziel, einen »ewigen Vorrat«« von »hinterlassungsfähigen« (Gottfried Benn) Poemen anzulegen, sind die Herausgeber solcher Anthologien in der Regel gescheitert. Was als Gedichtsammlung mit nahezu unbegrenzter Haltbarkeitsdauer geplant ist, entpuppt sich fast immer als zeitabhängige, von intellektuellen Moden beeinflusste Bestandsaufnahme, ebenso kurzlebig wie die lyrische Saisonware. Unser gemeinsames Unternehmen »Der gelbe Akrobat«, das wir 2009 als Summe einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit zeitgenössischen Gedichten vorlegten, ist indes kein klassisches Anthologie-Projekt, sondern ein work in progress, das sich einem publizistischen Glücksfall verdankt. Zwanzig Jahre lang ermöglichte uns die Wochenzeitung »Freitag«, in unregelmäßiger Folge Kolumnen zu deutschsprachigen Gedichten der Gegenwart zu schreiben. In stetem Wechsel verfertigten wir ab 1991 unsere Kommentare zu den Gedichten, biografische und sympathetische Annäherungen an die Texte, die im Idealfall aufeinander antworteten und sich zu einem großen Gespräch über Poesie ausweiteten. Die erste umfassende Zwischenbilanz dieser Arbeit mit 100 Gedichten und ebenso vielen Kommentaren haben wir 2009 im Verlag des Poetenladens vorlegen können, ein Kompendium, das mittlerweile in der dritten Auflage vorliegt.

Thomas Böhme – Leipziger Verlage stellen sich vor

Der poetenladen präsentiert sich mit einem neuen Buch von Thomas Böhme bei: Leipziger Verlage stellen sich vor

Samstag, 19. März 2016, 18:30 Uhr
Buchhandlung Hugendubel, Petersstr. 12-14, 04109 Leipzig

Thomas Böhme auf der LBM

Der Band Abdruck im Niemandswo vereint neue Gedichte des Schriftstellers Thomas Böhme aus den letzten zehn Jahren. In acht Kapiteln öffnet sich ein Formen- und Themenreichtum, der durch Zeiten und Räume führt – von verkarsteten Landstrichen über reale und verwunschene Gegenden, die von Märchengestalten und streunenden Tieren bevölkert werden, bis hin zu Toskanischen Telegrammen. Virtuos werden Elemente der Ballade und Moritat einbezogen, Skurriles, Fantastisches und Surreales klingen an.

Thomas Böhme LEipziger VErlage stellen sich vor

Thomas Böhme

Zu den Gestalten aus Geschichte, Mythologie und Kunst, die uns begegnen, gehört Franz Schubert im balladesken Text Liederabend, der zwischen Napoleonfeldzug und der Schlacht um Stalingrad in einer Zeitschleife steckt. Unverkennbar auch der legere, an den Beatniks geschulte Ton, mit dem Thomas Böhme Alltagsszenen einfängt, Geburtstagsfeiern der Fünfziger oder ein Konzert mit Patti Smith.

Thoams böhme: Abdruck im Niemandswo

Abdruck im Niemandswo, 2016

Thomas Böhme, geboren 1955, lebt als Autor in Leipzig. Neben zahlreichen Lyrikbänden (zuletzt: Heikles Handwerk, poetenladen 2010) veröffentlichte er mehrere Romane, Erzählungen sowie Kurzprosa. Seine Arbeit wurde mit dem Georg-Maurer-Preis, der Ehrengabe der Schillerstiftung und dem Sächsischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Weitere Präsentation des Buches auf: Teil der Bewegung
Samstag, 19. März 2016, 20:00 Uhr, HGB, Aula

Lyrik auf der Insel: drei neue Stimmen

Rollschuhfahrerin in der Hölle

Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Samstag, 19.03.2016, 15-15:30  Uhr
Mit Julia Dathe, Ulrike Feibig und Anne Seidel

Schon traditionsgemäß stellt der poetenladen Verlag auf der Lesinsel neue Lyrik vor – darunter diesmal drei Autorinnen, die ihre Debüts unter anderem in der Reihe Neue Lyrik in Kooperation mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen herausbringen bzw. herausgebracht haben. Hierbei ergibt sich ein Spektrum junger poetischer Stimmen, das von der Vielfalt dichterischer Möglichkeiten zeugt. Anne Seidel, deren Debütband „Chelbnikov weint“ im Herbst 2015 erschien, bezieht sich in ihrem Band auf den wirkungsmächtigen russischen Dichter Chlebnikov und dem Futurismus und findet zu einer eigenen zarten Klarheit in der Sprache.

Ulrike Feibig, Absolventin des Deutschen Literaturinstituts, legt einen mit bild- und wortcollagen durchsetzten Band vor, der von sprachspielerischem Können zeugt. Er trägt den Titel „perlicke perlacke, mein Herz schlägt“ und erscheint im März 2016 zur Leipziger Buchmesse. Herausgeber der Bände sind Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner im poetenladen Verlag.

In Julia Dathes Gedichten verbindet sich die Musikalität mit dem Rhythmus der Gegenwart zu einem „explosiven Gemisch“ (Jan Kuhlbrodt) – auch sie studierte am Deutschen Literaturinstitut und lebt als Autorin in Leipzig.

neue stimmen lyrik

Ulrike Feibig, Julia Dathe, Anne Seidel ; Fotograf: C. Hallmann, R.Böhme

Reihe Neue Lyrik Band 9

Reihe Neue Lyrik Band 9

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Reihe Neue Lyrik Band 11

Der POET auf der Insel

Die 20. poet-Ausgabe, 2016

Der neue POET auf der Buchmesse Leipzig:
Lyrik, Prosa und Gespräche zum Thema Literatur und Wettbewerb

Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Freitag 17-17:30 Uhr
Mit David Krause und Sibylla  Vričić Hausmann
Moderation: Andreas Heidtmann

Der 20. poet

Der 20. poet

Die poet-Vorstellung möchte einen Einblick in die vielfältige Themen der neusten Ausgabe (Nr. 20) geben: Dazu gehört – neben neuer Prosa und Lyrik – das Gesprächsthema Literatur und Wettbewerb. So fragte der POET Autorinnen und Autoren, ob es in der Fülle der Medienangebote für die Gegenwartsliteratur überhaupt noch einen relevanten Platz gibt.

Die Autorin Sibylla Vričić Hausmann hat ein Gespräch mit einer der Autorinnen des Lyrikkollektivs G 13 zum Thema geführt und wird darüber berichten. Sie selbst war Finalistin  beim Leonce-und-Lena-Preis und wird neue Gedichte lesen. Als einer der Autoren des POET-Magazins wird auch David Krause zu hören sein.

Akrobat 2 auf der LBM

Leipziger Buchmesse 2016

Wir freuen uns, den Leonce-und-Lena-Preisträger des Jahres 2015 auf der Leseinsel vorstellen zu können. Die Jury schrieb zu seiner Dichtung: „In seinen Gedichten geht der erst 27-jährige Autor ein hohes ästhetisches Risiko ein: er wagt noch einmal wie am ersten Tag unmittelbar sinnlich von den Dingen zu sprechen, wie sie sich dem schreibenden Subjekt in der Erinnerung und in ihrer unentrinnbaren Flüchtigkeit zeigen.“

Sibylla Vričić Hausmann - David Krause Poet 20

Sibylla Vričić Hausmann – David Krause