Kategorie-Archiv: Buchmesse Leipzig 2015

Lyrik auf der Insel zur Leipziger Buchmesse

Samstag, 14.03.2015

14:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage |  Halle 5, Stand D200

Draußen fallen die Wörter weiter |  Reihe Neue Lyrik

 

  • Michael Fiedler
  • Thilo Krause
  • Anne Seidel
  • Andreas Heidtmann (Mod)

Schon traditionsgemäß stellt der poetenladen auf der Leseinsel Lyrik vor – diesmal drei Autoren, die ihre Debüts in der Reihe Neue Lyrik in Kooperation mit der Kulturstiftung Sachsen herausbringen oder herausgebracht haben. Hierbei ergibt sich ein Spektrum poetischer Stimmen, das von der Vielfalt dichterischer Möglichkeiten zeugt.

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Thilo Krause legt nach seinem vielgelobtem Debüt – das u.a. den Schweizer Literaturpreis erhielt – seinen zweiten Gedichtband vor: „Um die Dinge ganz zu lassen“.

Michael Fiedlers Band „Geometrie und Fertigteile“ wurde vielfach in der Kritik gewürdigt: „Dieser Debütband zeigt eindrucksvoll, dass ein poetischer Neubeginn im 21. Jahrhundert sich nur auf eine strenge sprachkritische Wörter-Archäologie gründen kann.“

Anne Seidel, geboren 1988 in Dresden, wird ihr Debüt in diesem Frühjahr herausbringen. Sie arbeitet auch als bildende Künstlerin und verbindet Gedichte mit audiovisuellen und skulpturalen Installationen.

Lyrikdebüts

Thilo Krause geht es zunächst um die Dinge selbst, dann erst um die Dichtung; die Dinge werden nicht missbräuchlich als Quellen für die Poesie angezapft. Sie zu lesen wird zum Staunen darüber, welches poetische Potential in der nächsten Nähe steckt.“
Jürgen Brocan Fixpoetry

Neues aus Flandern und den Niederlanden

12. März 2015 | 21:00 |naTo.international  | Karl-Liebknecht-Str. 46 |  04275 Leipzig
Poesie aus Flandern und den Niederlanden
Dutch Foundation for Literature

  • Marc Kregting
  • Els Moors
  • Hans Thill (Moderation)
  • Stefan Wieczorek (Moderation)

Das poet-Magazin: Blick nach Flandern
Der poet nr. 18 gibt unter anderem einen Einblick in die die flämische Literatur, speziell die Lyrik. Hans Thill und Stefan Wieczorek haben für die poet-Ausgabe Gedichte zusammengestellt, die von tefan Wieczorek übertragen wurden. Zu den flämischen Dichtern gehören u.a. Paul Bogaert, Els Moors und Marc Kregting.

Die besten Geschichten – Preisträger und Finalisten

theater.FACT in Barthels Hof, Hainstr. 1, 04109, Leipzig (Zentrum)

Freitag, 13.03.2015 | 20 Uhr

  • Sarah Ablett
  • Stephan Ferdinand Etgeton
  • Alexandra Grüttner-Wilke
  • Lorenz Just
  • Kathrin Schmidt

Die 19. Anthologie mit den 25 besten Geschichten – es lesen der Preisträger und vier weitere Finalisten. EIne Veranstaltung von MDR Figaro in Kooperation mit dem poetenladen.

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Sarah J. Ablett

Sarah J. Ablett

Sarah J. Ablett

Geboren 1983 in Osterholz-Scharmbeck. Studium der Philosophie und Englischer Literaturwissenschaft in Hamburg, Manchester und Heidelberg.

Zur Zeit M.A. Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim und Promotionsprojekt zu den Werken Sarah Kanes an der Technischen Universität Braunschweig.

Stefan Ferdinand Etgeton (MDR-Literaturpreisträger 2014)

Stefan Ferdinand Etgeton

Stefan Ferdinand Etgeton

ist der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr. 1988 geboren im westfälischen Bergbaustädtchen Mettingen, lebt er heute in Berlin. Studium der Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Niederlandistik in Köln, Warschau, Utrecht und Berlin.

Beim Wettbewerb für junge Literatur „poet/bewegt“ 2013 erhielt er den Preis der Jury in der Kategorie Prosa, beim Evangelischen Literaturpreis 2013 den 1. Preis.

Alexandra Grüttner-Wilke

Alexandra Grüttner-Wilke

Alexandra Grüttner-Wilke

geboren 1983 in Plauen, lebt sie zurzeit in Dresden. Studium Germanistik/Literaturwissenschaft, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Technischen Universität Dresden.

2009/2010 Lehrerin an Berufsschule und seit 2011 Mitarbeit in Arbeitsgemeinschaft Religionsphilosophie Dresden.

Veröffentlichung Magisterarbeit „Autorenbild, Autorenbildung, Autorenausbildung. Zur Situation der Autorenausbildung“ im Bautz-Verlag Nordhausen. Außerdem Literarische Veröffentlichungen in diversen Anthologien.

Lorenz Just

Lorenz Just

Lorenz Just

geboren 1983, lebt er zurzeit in Leipzig. Er schreibt Prosa und Dramatik und studierte bis 2011 Arabistik in Halle (Saale) und in Kairo. 2011 veröffentlichte er an der Universität Bonn eine Studie über ein Geschichtswerk aus dem 14. Jahrhundert, das im damals von den Mongolen beherrschten Iran verfasst wurde.

2011 nahm Lorenz Just sein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig auf. Seine jüngsten Veröffentlichungen erschienen 2014 in „Tippgemeinschaft“ – der jährlich erscheinenden Anthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts.

Kathrin Schmidt

Kathrin Schmidt

Kathrin Schmidt

geboren 1958 in Gotha, lebt in Berlin. Arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Zahlreiche Preise, darunter für Lyrik den Leonce- und Lena-Preis 1993. Das Debüt-Roman „Die Gunnar-Lennefsen-Expedition wurde 1998 mit dem Förderpreis des Heimito-von-Doderer-Preises und dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet.

Der Roman „Du stirbst nicht“ erhielt 2009 den Preis der SWR-Bestenliste und den Deutschen Buchpreis. 2010 erschien „Blinde Bienen. Gedichte.“

Blick nach Flandern – Der poet auf der Insel

Freitag, 13.03.2015
16:30 Uhr | Leseinsel Junge Verlage |  Halle 5, Stand D200
Der Poet auf der Insel | Poesie aus Flandern

  • Hans Thill,
  • Stefan Wieczorek
  • Flämische AutorInnen:
  • Marc Kregting
  • Els Moors
  • Andy Fierens

Leipziger Buchmesse

Das poet-Magazin: Neue Texte und ein Blick nach Flandern
Die poet-Vorstellung möchte einen Einblick in die vielfältige Themen der neusten poet-Ausgabe (Nr. 18) geben:  Dazu gehört – neben neuer Prosa und dem Gesprächsthema Lesen – die flämische Literatur, speziell die Lyrik. Hans Thill und Stefan Wieczorek haben für die poet-Ausgabe Gedichte zusammengestellt, die von ihnen sowie von Elke Erb und Christian Filips ins Deutsch übertragen wurden. Zu den flämischen Dichtern gehören u.a. Paul Bogaert, Els Moors und Tom Van de Voorde.
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‚Brüssel‘ steht stellvertretend für ein offenbar gesichtsloses riesiges Gebilde namens Europa.  Höchste Zeit, finden Hans Thill und Stefan Wieczorek, Texte vorzustellen, die »aus dem Fleisch der Sprache gemacht sind«, Gedichte auf Niederländisch und auf Deutsch, von belgischen Autoren und von deutschen, die nach Belgien hinüberblicken. Mit Erstaunen sieht man eine poetische Welt, reich an diesseitigem Leben mit keiner geringen Freude am Exotischen,  einem Sinn für Epiphanisches im Alltag  und auch fürs Absurde.
poet-18

Pitangas und andere Lesefrüchte aus Angola

Eine Ent­deckungs­reise in die Literatur Angolas
Mit Michael Kegler, Barbara Mesquita, Michaela Sambo, Ineke Phaf-Rheinberger,

13. März 2015 | 15:00 – 16:00 Uhr
Forum: Die Unabhängigen, Halle 5, Stand E309

Die junge angolanische Kulturszene, vor allem die neuere angolanische Literatur, ist ein großes Terrain für Entdeckungen. Mit der Anthologie „Mögen Pitangas wachsen“ stellt der Poetenladen Verlag eine Reihe neuer Autoren aus der aufblühenden Literaturlandschaft Angolas vor, nimmt aber auch Bezug auf moderne Klassiker wie Agostinho Neto. Der zweisprachige Band bietet Beispiele aus Romanen sowie Erzählungen und Gedichte und wurde von Barbara Mesquita ins Deutsche übertragen.

Im Mittelpunkt steht jedoch nicht nur die Anthologie, sondern die junge angolanische Literatur als Ganzes, wozu auch der Autor Ondjaki gehört, dessen jüngster Roman „Die Durchsichtigen“ im Frühjahr im Wunderhorn Verlag erscheint. Übersetzt hat ihn Michael Kegler, der im Gespräch mit Herausgeberin Dr. Ineke Phaf-Rheinberger und Barbara Mesquita die vielen Lesern noch unbekannte literarische Welt dieses afrikanischen Landes vorstellen wird. Vervollständigt wird die Runde durch die Übersetzerin und Künstlerin Manuela Sambo, die aus Luanda in Angola stammt und die afrikanische Formensprache mit der europäischen Tradition verbindet.

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Teilnehmer:

  • Michael Kegler,
  • Barbara Mesquita,
  • Michaela Sambo
  • Ineke Phaf-Rheinberger

Goethe, Zitronen und Pitangas
Aus dem Nachwort von Ineke Phaf-Rheinbeger

1. Die Moderne in Angola

Der Titel dieses Bandes – Mögen Pitangas wachsen – ist einem Gedicht von António Gonçalves ent­nommen, das in diesem Band zu finden ist. Die Pitanga ist eine wohl­schmeckende rote Beere, die in den Tropen wächst. Das Wort »Tropen« steht hier nicht nur für eine Klimazone, sondern auch für eine Metapher, für eine Redewendung, die etwas bildlich zum Ausdruck bringt. Gonçalves‘ Vers enthält eine Wunsch­vorstel­lung, die an Goethes berühmten Satz »Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn« aus Wilhelm Meisters Lehrjahre erinnert, an das klassische Aufklärungswerk, in dem ein Traumland, ein Wunschziel, eine Utopie herbeigesehnt wird. Eine solche Sehnsucht nach einem herbei­gewünschten Ziel stellt in einem Land wie Angola, in dem fast vierzig Jahre Krieg herrschte, das Zeitgefühl der Moderne dar; sie prägt die Schriftsteller, die heute schreiben und publizieren.