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Michael Fiedler

Michael Fiedler
Michael Fiedler wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er auch heute lebt und ar­bei­tet.

Er stu­dierte am Deut­schen Lite­ratur­institut Leipzig und ver­öffent­lich­te in An­tho­lo­gien und Zeit­schriften, so unter anderem in Zwischen den Zeilen. Der Gedicht­band Geometrie und Fertigteile ist Michael Fiedlers Debüt.




Michael Fiedler | Geometrie und Fertigteile   Michael Fiedler
Geometrie und Fertigteile
Gedichte
Kulturstiftung 2012
Nachwort: Jan Kuhlbrodt
poetenladen 2012
gebundene Ausgabe
64 Seiten, Euro 16.80
ISBN 978-3-940691-31-6 – Band 2

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner

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Aus dem Nachwort

 
Michael Fiedlers Methode ist der Cut. Das heißt, er arbeitet mit vorgefundenem Wortmaterial. Das macht jeder Dichter, könnte man sagen, und keiner von ihnen hat die Sprache selbst erfunden. Was Michael Fiedler aber formt, ist eben nicht Rohstoff im herkömmlichen Sinne, sondern es ist Sprache in schon geformter Gestalt. Jedes Wort ist einer Wortgruppe entnommen. Fiedler recycelt. Es entstehen aber keine recycelten Formen. Das Entstehende dabei ist originär.
Jan Kuhlbrodt

Aus Rezensionen

 
Mit den Lyrikbänden der beiden Debütanten Anne Dorn und Michael Fiedler offeriert die neue Lyrikreihe des Poetenladen-Verlages direkt zum Auftakt die ganze Bandbreite der deutschen Gegenwartslyrik.

Einer der Hauptreize, die von Michael Fiedlers Texten ausgehen, ist die Ausgestaltung einer beinahe vorzivilisatorischen Stimmung innerhalb des an sich überzivilisierten lyrischen Ichs. Anachronistische Collagen, denen das Geschick zugrunde liegt, die heterogenen Elemente in einem schlüssigen ästhetischen Konzept zu vereinen, in dem historisches Vorbild, verfremdete Kopie und Fiktion eine enge Verbindung eingehen
Dominik Dombrowski | Fixpoetry
 
Das, was scheinbar bildhaft beschreibende Wissenschaftssprache ist, bleibt ein nicht entschlüsselbarer Code. ... Ein beängstigender Wald. Ein Wald ohne Weg.

Und damit den Collagen eines Max Ernst zum Beispiel sehr nah. Bilder, in denen die Strukturen zerstückelt sind. Die in ihrer Anmutung etwas ahnen lassen. So wie in manchen Träumen. In denen man weiß, man hat etwas gesehen, war tief beeindruckt, kann auch sagen, was es gewesen sein könnte - aber wenn man versucht, es in seinen Details zu beschreiben, zersplittert es. Wie Fiedlers „Traumstadt“.
Ralf Julke | Leipziger Internet-Zeitung

 

 

 
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