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Editorial
Literatur pur bietet das zweite Magazin des Poetenladens. Konsequent wurde auf Rankwerk und Werbung verzichtet, so dass dieses maggazino nichts enthält, was außerhalb der Literatur steht. Es wurde gesammelt, online und offline, um die wichtigsten Texte zum Nachlesen oder zum Entdecken in einem handlichen Format zu präsentieren.
Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät es: Der Schwerpunkt liegt bei der Lyrik. Und das Jahr bewies, dass die lyrische Szene lebt. In der Lyrikedition 2000, bei KOOKbooks, bei Urs Engeler, bei Rimbaud oder in der neuen Edition Wörtersee – um nur einige Beispiele zu nennen – erschienen spannende Gedichtbände junger Lyriker. Ob die Lyrik neue Leserkreise erschließen kann oder sich auf ihre Qualität als Kunstform abseits seichter Eventkultur besinnt, diese Frage steht im Mittelpunkt zweier Gespräche in diesem Heft.
Dank vieler Zusendungen – allein zum letzten Debütpreis gingen 843 Manuskripte ein –, gibt es einen eindrucksvollen Fundus, aus dem geschöpft werden kann. Natürlich bleiben immer wieder Texte außen vor, die es verdient hätten, vorgestellt zu werden. Aber mit knapp 200 Seiten ist das Magazin opulent genug. Mehr geht nicht.
Viele Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an junge Autoren des Poetenladens, vom Peter-Huchel-Preis über den Lyrikpreis Meran bis zum Dresdner Lyrikpreis oder dem Würth-Literaturpreis, hinzu kommen zahlreiche Förderpreise wie der Ringelnatz-Nachwuchspreis oder der Literaturpreis Prenzlauer Berg. Wer mehr erfahren und weiterlesen möchte, dem sei die Website des Poetenladens empfohlen, auf der, neben Gedichten und Geschichten, auch Kritiken, Essays und literarische News zu finden sind.
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