Editorial
Zum elften Mal erscheint der poet. Was man sieht, trügt nicht: Es ist eine Jonglage, in der sich alles wie von selbst fügt. Lyrik und Prosa gehen einher mit kundigen Kommentaren zur Dichtung. Michael Braun und Michael Buselmeier sei Dank. Mit unverkennbarer Eigenart und feiner Komik hat Miriam Zedelius die Autoren porträtiert. Nicht nur das: Auch die Gespräche und Reportagen erfahren durch ihre Illustrationen eine Bereicherung – oder ironische Brechung.
Zwischen Wewelsfleth und München waren die poet-ReporterInnen unterwegs, um Literaturstätten zu besuchen. Ein bemerkenswertes und zugleich kontrastreiches Bild ist entstanden – von der legendären Wannsee-Villa des LCB bis zur Metal-Kneipe im Leipziger Industrieviertel Plagwitz. Allen hat das Mitwirken große Freude gemacht. Vielleicht sieht man es der Ausgabe an. Und sie mag noch eins belegen: Literaturzeitschriften sind – im Vergleich zur flimmernden Rastlosigkeit des Internets – ein ästhetisches Mehr.
Herbst 2011
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