{"id":4296,"date":"2018-05-26T16:54:43","date_gmt":"2018-05-26T14:54:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/?p=4296"},"modified":"2018-05-26T16:54:43","modified_gmt":"2018-05-26T14:54:43","slug":"weg-zwischen-wechselnden-feldern-buchvorstellung-kerstin-becker-und-andreas-altmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/weg-zwischen-wechselnden-feldern-buchvorstellung-kerstin-becker-und-andreas-altmann\/","title":{"rendered":"Weg zwischen wechselnden Feldern &#8211; Buchvorstellung Kerstin Becker und Andreas Altmann"},"content":{"rendered":"<h3>Buchvorstellung und Lesung mit Andreas Altmann mit Kerstin Becker am 31. Mai 2018 im Stadtmuseum\u00a0Dresden um\u00a019:30 Uhr<\/h3>\n<p>VERANSTALTUNG am Donnerstag, 31. Mai 2018, 19:30 Uhr im Museumscaf\u00e9 des Stadtmuseums<br \/>\nDresden, Wilsdruffer Stra\u00dfe 2 (Eingang Landhausstra\u00dfe), 01097 Dresden. Haltestelle: Pirnaischer\u00a0Platz. Eintritt: 6 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 4 Euro. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zug\u00e4nglich.\u00a0Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V. mit den Museen der Stadt Dresden<\/p>\n<div id=\"attachment_4298\" style=\"width: 302px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4298\" class=\"wp-image-4298 size-full\" src=\"https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/001.jpg\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"219\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4298\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Schreibgut<\/p><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Zwischenablage07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4299\" src=\"https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Zwischenablage07.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"192\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWeg zwischen wechselnden Feldern\u201c ist nach drei Gedichtb\u00e4nden und der mit Axel Helbig herausgegebe-nen Anthologie zeitgen\u00f6ssischer Lyrik aus Sachsen \u201eEs gibt eine andere Welt\u201c das f\u00fcnfte Buch von Andreas Altmann, das im Leipziger Verlag Poetenladen erscheint. Kindheit, Tr\u00e4ume, Abschied von den Eltern \u2013 der 1963 in Hainichen geborene und seit 1990 in Berlin lebende Autor gew\u00e4hrt neue, ber\u00fchrende Einblicke in sein poetisches Schaffen: eine unverkennbare Stimme in der deutschen Dichtung der Gegenwart.<\/p>\n<p>Im Gedicht \u201ezeit\u201c etwa betrachtet sich Altmann als das \u201ekind\u2026, nach dem ich immer gesucht habe.\u201c Wer dem Autor in den \u00fcber zwanzig Jahren, in denen seine Gedichte erscheinen, gefolgt ist, wird die fiebrigen D\u00f6rfer, d\u00fcsteren B\u00e4ume und schattenhaften V\u00f6gel kennen, aus denen sich sein Kosmos zusammensetzt. Oft findet er schon zu Beginn sehr ausdrucksstarke Bilder, die den Leser in die Gedichte hineinziehen: \u201epap-peln rauschen sich wund\u201c, \u201ewei\u00df flattert die luft \/ unter hastigen fl\u00fcgen der schmetterlinge.\u201c Wer so schreibt, hat nicht blo\u00dfe Naturlyrik im Sinn. Eher sind es die \u201eGeisterfelder\u201c oder \u201eSchlafrandfelder\u201c, von denen aus der Autor das Ergebnis seiner Lebensaussaat betrachtet. Das Motiv der Schlaflosigkeit durchzieht den gan-zen Band: \u201estare schreien einen kirschbaum leer, fliegen \/ den himmel schwarz\u201c, schreibt Altmann, und \u201eich bin so m\u00fcde, dass ich nicht mehr schlafen kann\u201c &#8211; es liest sich wie eine \u00dcbersetzung der lyrischen Bilder. \u00dcberhaupt haben die Texte von \u201eWeg zwischen wechselnden Feldern\u201c etwas Manisches. Traumsequenzen eines poetischen Sekundenschlafs bringen einen noch wenig geh\u00f6rten Klang in die Gedichte: \u201eich schlag mir immer wieder ins \/ gesicht, um nicht zu schlafen, wenn die f\u00e4nger kommen.\u201c Das unbekannte, beklem-mende Gel\u00e4nde der Seele hat Altmann sehr eindr\u00fccklich in \u201edie elbe im winter\u201c beschrieben: \u201eich geh durch gesperrte gebiete. \/ gebrochene b\u00e4ume erz\u00e4hlen von st\u00fcrmen.\u201c Die Gedichte spiegeln auch Jahre des Ab-schieds von seinen Eltern wider: \u201egr\u00e4ber vereinsamen auf friedh\u00f6fen. \/ noch leuchten die kranichschreie in der nacht. \/ doch mit jedem tag werden sie dunkler.\u201c Es ist eines dieser wundersch\u00f6nen Bilder, mit denen er der Unerbittlichkeit des Vergessens und der vergehenden Zeit zeitlosen Ausdruck verleiht.<\/p>\n<p>Wie kaum ein anderer Dichter unserer Zeit bringt Andreas Altmann die Grundbedingungen des Menschlichen zur Sprache. \u201eJedes Wort in Altmanns Gedichten ist einfach und verst\u00e4ndlich\u201c, sagt Marie Luise Knott \u00fcber den Autor. Etwas Schwebendes, fast Magisches hebt auch Jayne-Ann Igel in den Gedichten hervor:<\/p>\n<p>\u201eVergleichbares d\u00fcrfte sich in der zeitgen\u00f6ssischen deutschen Dichtung kaum finden lassen.\u201c<\/p>\n<p>Mit Andreas Altmann zusammen liest die Dresdner Dichterin Kerstin Becker. Obwohl sie ebenfalls aus Hai-nichen stammt, ist es die erste Lesung, die die beiden Autoren gemeinsam gestalten. \u00dcber Beckers 2016 bei der Dresdner Edition Azur erschienenen zweiten Gedichtband \u201eBiestmilch\u201c schrieb Andreas Altmann:<\/p>\n<p>\u201eAlles ist f\u00fchlbar in diesen Gedichten, die K\u00e4lte, die Bedrohungen, die Angst, die Ohnmacht, der Trotz, die Lust, das Leben. Kleine Geschichten, Begebenheiten sind in die Texte eingeflossen, durch die sich auch ein gesellschaftliches Panorama offenbart, das sich m\u00f6glicherweise von Generation zu Generation wiederholt, mit anderen und wechselnden Kulissen.\u201c<\/p>\n<p>Moderation: Patrick Wilden, Redakteur bei OSTRAGEHEGE.<\/p>\n<div id=\"attachment_4271\" style=\"width: 289px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cover-400-wechselnde-felder-pdf-x-3-2002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4271\" class=\"size-full wp-image-4271\" src=\"https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cover-400-wechselnde-felder-pdf-x-3-2002.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cover-400-wechselnde-felder-pdf-x-3-2002.jpg 279w, https:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cover-400-wechselnde-felder-pdf-x-3-2002-209x300.jpg 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4271\" class=\"wp-caption-text\">Andreas Altmann: Weg zwischen wechselnden Felder<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchvorstellung und Lesung mit Andreas Altmann mit Kerstin Becker am 31. 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