Kategorie-Archiv: Lesungen / Events

Buchpremiere mit Andra Schwarz und Sibylla V. Hausmann in der Stadtbibliothek Leipzig

Lesung und Gespräch mit Andra Schwarz und Sibylla Vričić Hausmann

Donnerstag, 14.12.2017 um 19 Uhr
Stadtbibliothek Leipzig, Saal „Huldreich groß“
Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig

Moderation: Jörg Schieke, Musik; Pegelia Gold
Eintritt: frei

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verband deutscher Schriftsteller und dem Kulturwerk deutscher Schriftsteller in Sachsen e.V.
„Buchpremieren Leipziger Autoren in der Stadtbibliothek“

Dichterisches Doppel-Debüt

Andra Schwarz; Foto: Ildiko Sebestyen

Sibylla Vričić Hausmann; Foto: Ulrich Schäfer-Newiger

Der Horizont ist bloß eine rhetorische Figur für Anwesenheit

Die Leipziger Autorinnen Sibylla Vričić Hausmann und Andra Schwarz stellen gemeinsam ihre Debüts aus der „Reihe Neue Lyrik“ vor, die von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Kooperation mit dem poetenladen Verlag herausgebracht wird.

Beide Dichterinnen sind bereits mehrfach für ihr Schreiben ausgezeichnet worden. Andra Schwarz erhielt 2017 den Leonce-und-Lena-Preis, dessen Jury sich von der leisen Präzision ihrer Gedichte beeindruckt zeigte. Mit großer Eindringlichkeit und Dynamik widmet sich ihr Band „Am morgen sind wir aus glas“ zentralen menschlichen und alten poetischen Themen.

Sibylla Vričić Hausmanns Buch „3 FALTER“ erweist sich als feingliedrige Komposition von Zyklen, in denen auf bedeutende Frauengestalten wie Christine de Pizan und Maria Sibylla Merian Bezug genommen wird. Die narrative Struktur ihrer Dichtung wird kunstvoll durch Ellipsen, Inversionen und Abbreviaturen aufgebrochen.

Der Abend wird von Jörg Schieke moderiert. Die Jazzsängerin Pegilia Gold übernimmt – in Begleitung eines Akkordeonisten – den musikalischen Part.

 

Andra Schwarz
Am morgen sind wir aus glas 

Reihe Neue Lyrik – Band 13
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
ca. 88 S., Hardcover, Euro 18,80
poetenladen Verlag, Oktober 2017

 

Sibylla Vričić Hausmann
3 FALTER
Reihe Neue Lyrik – Band 14
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
ca. 88 S., Hardcover, Euro 18,80
poetenladen Verlag, Januar2018

Doppelpremiere mit Róža Domašcyna und Andra Schwarz

Premiere-Lesung Reihe Neue Lyrik
mit Róža Domašcyna und Andra Schwarz
Moderation: Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt
Begrüßung: Sächsische Akademie der Künste
Ort: Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Termin: Montag, 27.11.2017
Uhrzeit: 19 Uhr

In einer Doppelpremiere werden Róža Domašcyna (*1951) und Andra Schwarz (*1982) mit ihren aktuellen Bänden in der Reihe Neue Lyrik vorgestellt. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen rief in Kooperation mit dem Poetenladen Verlag die erfolgreiche Lyrikreihe 2011 ins Leben.

Foto: Dirk Skiba

Róža Domašcyna gehört zu den wichtigsten Stimmen der deutsch-sorbischen Dichtung und gilt als große Wortschöpferin und Sprachspielerin, die uns in assoziative Wortwelten führt. Vor allem aber ist sie eine radikale poetische Mahnerin. Das Thema der Natur- und Kulturzerstörung, nicht zuletzt durch das großflächige Abräumen von Braunkohle in ihrer Heimat, der Oberlausitz, ist in ihren Texten gegenwärtig. Die untergegangenen Dörfer kehren in ihre Dichtung zurück.

Foto: Ildiko Sebestyen

Auch Andra Schwarz hat ihre Wurzeln in der Oberlausitz und öffnet in ihren Gedichten landschaftliche Räume. Von Dörfern, Flussläufen und stehenden Gewässern ist die Rede, aber die zivilisatorisch zugerichtete Natur wird nicht beschworen, sondern zu einem weltverlorenen Raum, in dem Stillstand und Erstarrung drohen. Der Autorin gelingt es zugleich, von zentralen menschlichen und alten poetischen Themen mit großer Eindringlichkeit und Dynamik zu sprechen. Dafür erhielt sie 2017 den Leonce-und-Lena-Preis.

 

Viten

Róža Domašcyna, geboren 1951 in Zerna bei Kamenz (Oberlausitz), lebt heute in Bautzen. Sie schreibt Lyrik, Dramatik, Essays und Kurzprosa und ist Herausgeberin und Übersetzerin. Von 1968 bis 1989 Veröffentlichung einzelner Texte in sorbischer Sprache in Zeitschriften und Anthologien, erster Lyrikband Wróćo ja doprědka du in sorbischer Sprache 1990, erster Lyrikband in deutscher Sprache Zaungucker 1991. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit Förderpreisen zum Mörike-Preis und zum Ćišinski-Preis sowie mit dem Anna-Seghers-Preis. Im Spätherbst 2016 erschien ihr Band Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt in der Reihe Neue Lyrik.

Róža Domašcyna

Róža Domašcyna
Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt
Reihe Neue Lyrik – Band 12
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
128 S., Hardcover, € 18,80
ISBN 978-3-940691-82-8
poetenladen Verlag, 2016

Andra Schwarz wurde 1982 in der Oberlausitz geboren und lebt heute in Leipzig. Sie erhielt 2015 den Lyrikpreis beim 23. open mike in Berlin und gewann 2017 den Leonce-und-Lena-Preis. Im Herbst 2017 schließt sie ihr Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ab. Sie veröffentlichte zuletzt Gedichte in der Anthologie Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten (poetenladen 2017) und im Jahrbuch der Lyrik (Schöffling 2017). Der Band Am morgen sind wir aus glas ist ihr literarisches Debüt.

Andra Schwarz
Am morgen sind wir aus glas
Reihe Neue Lyrik – Band 13
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
80 S., Hardcover , € 18,80
ISBN 978-3-940691-88-0
poetenladen Verlag, Herbst 2017

Poetenladen auf der Buchwoche Bienenbuettel

9. November 2017 um 19.30 Uhr, Bernd  Uhde Eitzen I

Traditionell am Donnerstag sind Bernd Uhde und seine Frau Tina Gastgeber in der Buchwoche. In den Räumen ihres Hauses zeigt der Fotograf eine Auswahl seiner Fotokunst. Doch die Hauptrolle des Abends spielt die Poesie der Worte. Andreas Altmann liest Lyrik und Prosa und Andreas Heidtmann stellt den 5. Verlag der Woche und die Zeitschrift Poet vor

Im Frühjahr 2005 ging der poetenladen als Literatur-Portal ins Netz. Nachdem sich dieses Portal zu einer erfolgreichen Website für neue deutschsprachige  Literatur  entwickelt  hatte, entstand 2008 der Print-Verlag mit den Schwer- punkten Lyrik und Prosa, ausgestattet von jungen Künstlern, beispielsweise von der Hochschule für Graphik und Buchkunst, Leipzig.

Seit 2006 ergänzt ein Literaturmagazin das Programm. Der Poet publiziert Ansätze heutigen Schreibens in Lyrik und Prosa und druckt Gespräche mit renommierten Autoren.

Andreas Heidtmann, geboren in Hünxe/Wesel, Klavierstudium in Köln, Studium der Germanistik und Philoso- phie in Berlin. Arbeit als Komponist, Jazzmusiker, Verleger, Herausgeber und Autor. Für seine eigenen Arbeiten unFdoto: fpüoetrendladieen Publikation von Poet erhielt er verschiedene Literaturpreise (2010 Hermann-Hesse-Preis, 2013 den Förderpreis zum Sächsischen Initiativpreis für Kunst und Kultur).

Andreas Altmann

Andreas Altmann
Foto:: K. Spitz

Andreas Altmann, geboren 1963 in Hainichen (Sachsen), absolvierte  ein  sozialpädago- gisches Studium und lebt in Berlin. Er arbeitete als Schrift- setzer, Orchesterwart und als Betreuer geistig behinderter Menschen. Seit 2007 ist er Mitglied des P.E.N. Er veröffentlichte zehn Gedichtbände und erhielt unter anderem den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, den Christine-Lavant-Lyrikpreis, den Erwin-Strittmatter-Preis, die Ehrengabe der Schillerstiftung sowie den Sächsischen Literaturprei

Die lichten Lieder der Bäume liegen im Gras und scheinen nur so

Andreas Altmann Lichte Lieder

Andreas Altmann lässt in seinem neuen Gedicht- band die Magie in den Worten aufscheinen. Die Natur und die sich darin spiegelnden geistigen Dimensionen werden zu einem schwebenden Spiel aus Melodik und Rhythmik. Dabei entgehen dem Blick nicht die zivilisatorischen Brachen, leere Fabrikhallen oder stillgelegte Bahnhöfe, Rudimente einer vergessenen Zeit und Indizien einer Vergangenheit, die Teil des Naturbildes werden.

Die magische Schönheit verdankt sich der Intensität der Bilder. Altmann knüpft Bezüge und lockert sie sofort. Die Gedanken geraten ins Schwingen, Klang und Rhythmus, die sinnlichen Aspekte der Sprache, kommen zu ihrem Recht. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

poet Leseparty Herbst 2017

poet Leseparty in der galerie Kub

28.10.2017 · Samstag · 20 Uhr
Galerie KUB, Kantstr. 18, 04275 Leipzig
Lesung · Musik · Gespräch
poet Leseparty Im Rahmen des Leipziger Literarischen  Herbstes

Autoren, Musiker, Gäste der poet Leseparty:
David Blum ·  Eva Roman ·  Christian Schloyer
Performance-Kollektiv PIK 7 ·  Ulrike Feibig · Martina Hefter  ·  Angelika Waniek
Mod:  Katharina Bendixen ·  Andreas Heidtmann
Musik: Karolina Trybala & Begleitung  · Vocalist

Eintritt frei

 

 

Der 23. poet ist im Anflug! Und er ist eine „poetin“. Das Erscheinen nimmt der poetenladen zum Anlass einer literarisch spannenden Darbietung aus Lesung, Autorendialog und Life-Musik in der galerie KUB. Unter den Lesenden sind Eva Roman, die bei Wagenbach debütierte, der Leipziger Prosa-Autor David Blum und der Autor & Performer Christian Schloyer, der für seine spielerischen Texte jüngst den Lyrikpreis München erhielt.

Besonders freuen wir uns auf das Performance-Kollektiv PIK 7 (Ulrike Feibig, Martina Hefter, Angelika Waniek) und auf die Jazzvokalistin Karolina Trybala, die mit funkelnder Stimme den Abend vom Tango bis zum Chanson bereichert. Natürlich erfährt man auch einiges über das neue Magazin, das sich dem Thema „Literatur und Reichtum“ widmet und nicht nur nach den materiellen Schätzen im Leben fragt.

 

 

Der poetenladen im Raabe-Haus

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig
Veranstaltungsort: Raabe-Haus, Leonhardstr. 29a, 38102 Braunschweig
Sonntag, 17.09.2018 um 11 Uhr  (Matinee)

Andreas Heidtmann und Hans Gerd Hahn stellen den Verlag
und zwei seiner Autorinnen vor, die in den Kritiken hoch gelobt wurden:
Katharina Bendixen liest aus ihrem Debütroman und Anne Seidel präsentiert ihren Lyrikband „Chlebnikov weint“.

Eintritt frei

er „Poetenladen“ wird 2017 zehn Jahre alt – als Verlag. Der Schwerpunkt des Verlags liegt bei der jungen Literatur von der Erzählung über den Roman bis zur Lyrik. Vermittler zwischen der virtuellen und der haptischen Welt ist das Magazin „poet“, das starke Resonanz in der Literaturszene findet. Dass anspruchsvolle Werke – auch Lyrik – Erfolg haben können, zeigen viele Auszeichnungen an Autorinnen und Autoren des Verlags. Der Weg führt für den „Poetenladen“ nicht in die Digitalisierung, sondern zum gut
gemachten Buch, das man gern in die Hand nimmt.

 

Katharina Bendixen: Ich sehe alles

„Wie Katharina Bendixen es schafft, uns in diese Gedankenwelt zu ziehen, das ist wirklich große Kunst. Das macht auch das Lesevergnügen aus. Und das macht sie mit ganz sparsamen Mitteln mit einer klaren, präzisen und unglaublich eindringlichen Sprache“
radio eins, Marion Brasch,

Anne Seidel: Chlebnikov weint

„Mit einem atmosphärischen, oft klassisch anmutenden Vokabular entsteht in diesen Gedichten ein Bewusstseinsraum, der die logische Struktur der Sprache außer Kraft setzt und stattdessen Brüche, Verkantungen, Öffnungen erzeugt – immer auf der Suche nach einer grundlegenden Stille, von der sich die Wahrnehmungen flüchtig abheben.“

Ly­rik­emp­feh­lung der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung, des Ly­rik Ka­bi­netts u. d. Li­te­ra­tur­werk­statt Ber­llin

Leuchtende Wurzeln im Literaturinstitut. Mai-Lesung

Samstag, 27. Mai, 19:30 Uhr
Literaturinstitut Leipzig,  Wächterstraße 34, 04107 Leipzig
Mit Lara Rüter, Janin Wölke, Lina Leonore Morawetz und Alexander Schnorbusch
Moderation: Özlem Özgül Dündar, Alexander Kappe, Sibylla Vričić Hausmann
EIntritt frei | Auf Facebook

In der letzten Maiwoche haben wir noch ein ganz besonderes lyrisches Happening für euch Leipziger Dichtungsfreunde (und extra Angereiste!): eine exquisite Lesung aus der Anthologie Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten. Lasst alle Knollen stehen und liegen und markiert euch das sofort fett im Kalender – denn toll wird es.

Ansicht der leuchtenden Wurzeln im DLL

Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten
Lyrik aus den deutschsprachigen Literaturinstitute
ca. 128 S., Klappenbroschur
Euro 17,80
ISBN 978-3-940691-79-8
poetenladen Verlag, 2017
Portofrei bestellen ►

Nach unserer Leseoffensive rund um die Buchmesse sowie Abstechern nach Berlin und auch Zwickau (yes) beehren wir nun das gar nicht mal so alte, aber durchaus erwürdige Deutsche Literaturinstitut. Den Abend bestreiten wir gleich mit vier Lesenden (und womöglich einem weiteren Star-Gast), bisher auf der Karte stehen Lara Rüter, Janin Wölke, Lina Leonore Morawetz und Alexander Schnorbusch. Letzterer wird das Unmögliche möglich machen und trotz einer Distanz von 7.925km für uns audiovisuell zur Verfügung stehen.

Los geht es um 20 Uhr, Schauplatz des Spektakels ist also: Deutsches Literaturinstitut Leipzig. Kommt vorbei, Eintritt frei, frische lyrische Gesichter auf Hochtouren sehen und ein Kaltgetränk in Empfang nehmen – es gibt ehrlich gesagt nichts Besseres. Wer mit einem Knollengewächs in der Hosentasche erscheint, kriegt noch freieren Eintritt.

Moderation: Özlem Özgül Dündar, Alexander Kappe, Sibylla Vričić Hausmann.

Lara Rüter, geboren 1990 in Hannover. Studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig seit 2013. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, zuletzt Lyrik von Jetzt 3, BELLA triste und randnummer 6,7,8. Mitherausgeberin der Tippgemeinschaft 2017.

Janin Wölke, geboren 1982 in Berlin, seit 2013 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, Veröffentlichungen u.a. in Tippgemeinschaft 2016, Jahrbuch der Lyrik 2015, Lyrik von Jetzt 3, Ostragehege (Heft 77). Lyrikdebüt: was passiert wirklich, wenn wir stolpern? (hochroth Verlag Berlin).

Lina Morawetz, geboren in Salzburg, Österreich, absolvierte ein BA Studium in Italien und einen Master in Visual Cultures am Goldsmiths College, University of London. Von 2007 bis 2014 lebte und arbeitete sie in Wien. Aktuell Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie auch lebt. Zuletzt arbeitete sie als Redenschreiberin für ein deutsches Staatsministerium. Edit Essaypreis 2013.

Alexander Schnorbusch, geboren 1986 in Winterberg, studierte Philosophie in München und Literarisches Schreiben in Leipzig. Er lebt in Ulaanbaatar, wo er als Redakteur und Mitherausgeber zweier Buchreihen für den Monsudar Verlag tätig ist. Publikationen in Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Tippgemeinschaft. Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts sowie online für den SWR 2 (https://tinyurl.com/lgzjznc) und das Logbuch Suhrkamp (https://tinyurl.com/k94bn7l).

Michael Braun:
„Die Anthologie Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten ist ein einzigartiges Experiment. Zum ersten Mal werden Gedichte von Autorinnen und Autoren aus den vier bestehenden Literaturinstituten in Deuschland, Österreich und der Schweiz zusammengetragen: aus dem Schweizerischen Literaturinstitut in Biel (gegründet 2008), aus dem Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien (neu konzipiert 2009), dem Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim (gegründet 1999) und dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig (neu gegründet 1995).“

Die Herausgeberinnen:
„Was verstehen wir unter leuchtenden Wurzeln? Wir möchten glauben, dass die Literaturinstitute Wurzel-Orte, Orte der Radikalität sind. Wir denken, dass es notwendig ist, den eigenen literarischen Standpunkt erst einmal grundsätzlich in Frage zu stellen, um etwas Lesenswertes zu schreiben; Diskussionen und Konfronationen an den Instituten helfen häufig dabei. Leuchtend sind für uns vor allem auch die „abwegigeren“ Entwürfe, über die man ins Stolpern gerät, Zungenbrecher, die sich wildernd und sabotierend in sprachlichen Konventionen und literarischen Traditionen zu bewegen wissen.“

Leipzig literarisch – Kirchentag 2017

Der poetenladen mit Leipziger Autorinnen und Autoren beim Evangelischen Kirchentag

Freitag 26. Mai 2017, 17 – 18:30 Uhr
Kongresshalle am Zoo, 1. OG, Schumann-Saal, Pfaffendorfer Str. 31, Leipzig
Die AutorInenn lesen aus ihren Büchern und sprechen mit Andreas Heidtmann, poetenladen Verlag, über Luther, Glaube und die Leipziger Literaturszene,

Mit Carl-Christian Elze, Lyriker und Schriftsteller, Leipzig
Ulrike Feibig, Lyrikerin, Leipzig
Jan Kuhlbrodt, Schriftsteller, Leipzig
Moderation: Andreas Heidtmann, Verleger, Leipzig


Ulrike Feibig: perlicke, perlacke

Ulrike Feibig, 1984 in Magdeburg geboren, studierte Kunstvermittlung an der Universität Leipzig und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut.
Seit einigen Jahren führt sie Projekte in den Bereichen Literatur, bildende Kunst, Tanz/Performance durch. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien. perlicke perlacke, mein Herz schlägt ist ihr Debütband.

Gedichte, Collagen, Wortzaubereien – all das trifft auf die Texte Ulrike Feibigs zu. Neben der Collagen erweist sich das Spiel mit Lauten und Metren, mit Reimen und Refrainhaftem als substantiell für ihre Arbeiten. Schon der Titel beschwört – im zauberwörtlichen Sinn – jenen Bereich herauf, in dem Worte nicht nur Bilder evozieren, sondern ganze Welten real werden lassen.

»Wir collagieren, und mit Wir seien hier alle gemeint, jeder Mensch und wahrscheinlich auch jedes zumindest höhere Tier. Aus unseren Eindrücken bauen wir etwas zusammen, das wir die Welt nennen, und das wir dann wieder zerlegen, analysieren können.« Aus dem Nachwort zu Ulrike Feibigs Band.«

Jan Kuhlbrodt: Das Model

Jan Kuhlbrodt, geboren 1966 in Chemnitz, lebt als Autor und Herausgeber in Leipzig. Er studierte Philosophie, Ökonomie, Soziologie und Politikwissenschaften in Leipzig und Frankfurt/Main sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Jan Kuhlbrodt hatte verschiedene Lehraufträge und Gastdozenturen für Literatur und Kreatives Schreiben inne, aktuell am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er war Redakteur bei EDIT und Ostragehege und betreibt den Blog Postkultur. Von ihm erschienen mehrere Prosa- und Lyrikbände, er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

»Souverän wandelt Jan Kuhlbrodt zwischen narrativen und essayistischen Passagen und erweist sich dabei als Autor, der trotz hohen Reflexionsniveaus mit Leichtigkeit, Melancholie und Selbstironie erzählen kann.«
Aus der Laudatio zum Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums 2014

 

Cal-Christian Elze: diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde

Carl-Christian Elze wurde 1974 in Berlin geboren und lebt in Leipzig. Er studierte Biologie und Germanistik, und von 2004-2008 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Von 2002 bis 2009 war er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift plumbum, die 2007 mit dem V.O. Stomps Preis der Stadt Mainz ausgezeichnet wurde. Carl-Christian Elze schreibt Gedichte, Prosa, Drehbücher und Libretti. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen und Beiträge in Literaturzeitschriften und Anthologien wie EDIT, Lyrik von Jetzt 2 und Jahrbuch der Lyrik. Carl-Christian Elze erhielt für sein Werk verschiedene Preise, zuletzt den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis der Stadt Cuxhaven und ein Bundesstipendium für das Deutsche Studienzentrum Venedig.

Mikrokosmos, Makrokosmos, Universum: Durch Carl-Christian Elzes neuen Lyrikband bewegt man sich wie eine Ameise über eine Kugel – oder über ein Möbiusband. Die ganze Welt auf einem dicht beschriebenen Streifen Papier. Urknall und Liebe begegnen sich nicht in einem metaphorischen Verhältnis, sondern als tatsächlicher Zusammenhang, der ein paar Jahrmillionen in zwei Versen verbindet. In dieser Kugel findet sich Großes auf kleinstem Raum, stets sind Extreme ihrem Gegenteil nah.

Ich sehe alles – Katharina Bendixens Romandebüt

Im Rahmen von: Leipziger Verlage stellen sich vor

Veranstaltungsort: Buchhandlung Hugendubel, Petersstr. 12-14, 04109 Leipzig
Freitag, 24. März 2017 um 19 Uhr
Katharina Bendixen liest aus ihrem Roman-Debüt „Ich sehe alles“
Lesung und Gespräch mit der Autorin und dem Verleger Andreas Heidtmann

Erzählen über Existenzielles

Nach zwei vielbeachteten Erzählbänden erscheint in diesem Herbst der erste Roman der Leipziger Autorin Katharina Bendixen. Die FAZ lobte ihre »verdichteten Texte« und »sprachlichen Hologramme«.

Katharina Bendixen

Das Buch im Verlag

In dem Roman Ich sehe alles versucht eine junge Frau als Aupair in Budapest einen Neuanfang. Doch die Stadt stößt sie ab, die Menschen bleiben ihr fremd, und Tabea, das ihr anvertraute Kind, weigert sich zu essen. Seltsam nur, dass Tabeas Eltern darin kein Problem sehen. Seltsam auch, dass keine Nachricht von ihrem Freund eintrifft, der in Deutschland geblieben ist. Vielleicht meldet er sich, wenn Tabea endlich isst?

In Katharina Bendixens Romandebüt bestimmen Wahn und Illusion immer mehr die Handlungsweise der Protagonistin. Doch nicht nur das Leben der jungen Frau gerät aus den Fugen, auch in der fremden Stadt verhält sich nichts so, wie es zunächst schien. Mit erzählerischer Präzision zeigt der Roman, wie existenzielle Konflikte die Wahrnehmung verändern – wie sie beeinflussen, was wir sehen.

Stimmen zum Buch

„Wir spüren eine Bedrohung beim Lesen. …Wie Katharina Bendixen es schafft, uns in diese Gedankenwelt zu ziehen, das ist wirklich große Kunst. Das macht auch das Lesevergnügen aus. Und das macht sie mit ganz sparsamen Mitteln mit einer klaren, präzisen und unglaublich eindringlichen Sprache“  radio eins, Marion Brasch

Ein junges Mädchen kommt in Ungarn an, um als Aupair auf das Kind einer deutschen Familie aufzupassen. Doch das Kind will nicht essen, der Freund ruft nicht an, und in der fremden Stadt nehmen politische Unruhen zu. … In ihrem Romandebüt erzählt Katharina Bendixen genau und mit untrüglichem Instinkt von den Konflikten eines Lebens in der Fremde – ein gelungenes Lehrstück in Sachen Selbstwahrnehmung.  WDR, Bettina Hesse,

Katharina Bendixen kann drohendes Unheil beunruhigend suggestiv heraufbeschwören. Keine Sekunde kann sich der Leser entspannt zurücklehnen bei dieser Lektüre.  Katharina Bendixen hat in ihrem ersten Roman alles richtig gemacht. Sie hat ihr außergewöhnliches Erzähltalent in eine strenge Form gebracht, die der befremdlichen Geschichte folgt.  Sächsiche Zeitung,

Zur Autorin

Katharina Bendixen wurde 1981 in Leipzig geboren. Sie studierte Buchwissenschaft und Hispanistik in Leipzig und Alicante und lebt als Autorin und Journalistin in Leipzig. Sie übersetzt Kinder- und Jugendbücher aus dem Englischen und ist Prosa-Redakteurin der Literaturzeitschrift poet. Im poetenladen Verlag sind mehrere Erzählbände sowie ein Roman (Herbst 2016) von ihr erschienen.

Ausgezeichnet mit dem Frau Ava Literaturpreis 2017
http://www.frauavapreis.at/

Auszeichnungen u.a.: erostepoFrau Ava List-Literaturpreis, Litarena Literaturpreis, Würth-Literaturpreis, Wiener Werkstattpreis, Stipendium Künstlerdorf Schöppingen, Aufenthaltsstipendium im Schloss Solitude, Stipendiatin der Stadtmühle Willisau / Schweiz, Stadtschreiberein von Erfurt, Kranichsteiner Literaturförderpreis.

Lyrikbuchhandlung auf der Leipziger Buchmesse 2017

Die Buchhandlung der Lyrikverlage

Lesungen vom 22. bis 24.03.2017 / Mi-Fr 19.00-01.00 Uhr / Kunstraum D21

Für den Poetenladen lesen Sibylla Vričić  Hausmann / Katia Ditzler (Donnerstag 21 Uhr) und David Krause (Freitag 24 Uhr).

Lyrikbuchhandlung

Mittwoch, 22.3.

20.00 Uhr
Nadine Maria Schmidt (Konzert)
Julia Dathe (Elif Verlag)

21.00 Uhr
DiRK (Verlag Peter Engstler)
Özlem Özgül Dündar (Verlag Das Wunderhorn)
Kenah Cusanit (hochroth Berlin)

22.00 Uhr
Daniel Schmidt (hochroth Leipzig)
Alfred Schreiber (Edition Rugerup)
Alexander Graeff (Verlagshaus Berlin)

23.00 Uhr
Tim Holland (gutleut verlag)
Birgit Kreipe (kookbooks)
Steffen Popp (kookbooks)

00.00 Uhr
Bertram Reinecke (Reinecke & Voss)
Marius Hulpe (Lyrikedition 2000)

Donnerstag, 23.3.

20.00 Uhr
Frank Milautzki (gutleut verlag)
Tobias Roth (hochroth Wien)
Bela Chekurishvili (Verlag Das Wunderhorn)

21.00 Uhr
Kathrin Bach (Parasitenpresse)
Kai Pohl (gutleut verlag)
Sibylla Hausmann/Katia Ditzler (Poetenladen)

22.00 Uhr
Tobias Roth (Verlagshaus Berlin)
Marcus Roloff (Verlag Das Wunderhorn)
Felix Schiller (hochroth München)

23.00 Uhr
Niklas Bardeli (hochroth Wiesenburg)
Helmut Seethaler (hochroth Wien)
Lyrik im Anthropozän (kookbooks)

00.00 Uhr
Adrian Kasnitz (Parasitenpresse)
Gundula Schiffer (Größenwahn Verlag)
Daniel Bayerstorfer (hochroth München)
Nico Feiden

Freitag, 24.3.

20.00 Uhr
Margret Kreidl (Edition Korrespondenzen)
Hans Thill (roughbooks)
Margitt Lehbert liest Rolf Jacobsen (Edition Rugerup)

21.00 Uhr
Lea Schneider (Verlagshaus Berlin)
Pablo Jofré (Parasitenpresse)
Sascha Kokot (edition AZUR)

22.00 Uhr
Imre Payer (hochroth Budapest)
Slata Kozakova (Reinecke & Voss)
Nancy Hünger (edition AZUR)

23.00 Uhr
Johannes Tröndle (hochroth Wien)
Elena Pallantza (Reinecke & Voss)
Cristian Forte (hochroth Berlin)

00.00 Uhr
David Krause (Poetenladen)
Hendrik Jackson (kookbooks)
Ron Winkler (hochroth Wiesenburg)
Paul-Henri Campbell (Verlag Das Wunderhorn)

Aufwachzeit – Lyrik auf der Insel

Lesung & Gespräch

Freitag 24. März 2017 | 13:00 – 13:30 Uhr
Messegelände, Halle 5, Leseinsel Junge Verlage

Mit Andreas Altmann und Andra Schwarz
Moderation: Andreas Heidtmann

Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten

Poet auf der Insel – LBM

Der neue poet

Die neue poet-Ausgabe stellt sich vor

Im Zentrum dieser „poet“-Vorstellung steht die Lyrik mit der Autorin Andra Schwarz und dem Autor Andreas Altmann. Andra Schwarz, geboren 19822 in der Oberlausitz, studiert am Deutschen Literaturinstitut und erhielt den Lyrikpreis beim 23. open mike. Andreas Altmann, 1963 in Hainchen geboren, hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht und ist unter anderem Träger des Sächsischen Literaturpreises, des Christine Lavant Lyrikpreises und des Erwin-Strittmatter-Preises. Die Lyrik ist wichtiger Bestandteil jeder „poet“-Ausgabe, wobei das Spektrum gleichwohl breitgefächert ist. Der aktuelle poet (Nr. 22 / Frühjahr 2017) beinhaltet, neben Gedichten, neue Prosa aus der Schweiz, Geschichten aus Afrika, Gedichtkommentare und Gespräche zum Thema Literatur und Philosophie auf über 200 Seiten.

Zum Titel im Verlag
Poetenladen-Events auf der Buchmesse
Veranstaltung auf Leipzig liest

Andreas Altmann

Andreas Altmann
Foto:: K. Spitz

Andreas Altmann

Geboren 1963 in Hainichen (Sachsen). Er arbeitete in verschiedenen Berufen und lebt heute in Berlin und Groß Leppin. Insgesamt zehn Gedichtbände hat Andreas Altmann bislang veröffentlicht. Zu den Auszeichnungen, die er erhielt, gehören der Christine-Lavant Lyrik-Preis, der Erwin-Strittmatter-Preis und der Sächsische Literaturpreis. 2014 erschien sein Gedichtband Die lichten Lieder der Bäume liegen im Gras und scheinen nur so (poetenladen Verlag) und 2016 kam das Poesie­album 324 mit einer Auswahl seiner Gedichte heraus.

Andra Schwarz
Foto: Ildiko Sebestyen

Andra Schwarz

Geboren 1982 in der Oberlausitz, lebt heute in Leipzig und studiert am Deutschen Literaturinstitut. 2015 erhielt sie den Lyrikpreis beim 23. Open Mike in Berlin und ist 2017 Finalistin bein Leonce-und Lena-Wettbewerb. Im Herbst 2017 erscheint ihr Lyrikdebüt im poetenladen Verlag in der Reihe Neue Lyrik.

Zur poet-Ausgabe

Literatur und Philosophie befruchten sich seit jeher gegenseitig. In der 22. poet-Ausgabe geben fünf Gespräche Einblick in die vielfältigen Verflechtungen, die spätestens mit Platon beginnen. Philosophen und Literaten sprechen über Romantik und Idealismus, über Kleist und Beckett und über aktuelle Gedichte. Die Prosa konzentriert sich auf die Schweiz – mit einem Abstecher nach Äquatorial Guinea. Lyrisch öffnet sich ein Spektrum von jungen Dichtern, die es zu entdecken gilt, bis zur Kommentierung von Gegenwartslyrikern wie Thomas Kling.
»Meine These ist, dass die Literatur immer am besten war in Zeiten, wo ein produktives Verhältnis zur Philosophie da war.« Rüdiger Safranski

»Eine Philosophie, die nichts fürs Leben taugt, ist eigentlich keine Philosophie. In der Literatur ist es umgekehrt.« Peter Neumann

»Nichts, was keinen Wahrheitsanspruch mit sich führt, geht uns, die Leser, im Grunde auch nur das Geringste an.« Peter Strasser

»Für mich war Philosophie immer Arbeit an der Sprache, mein Ziel war es immer, zu schreiben.« Heinz Helle

»Und Sprache ist auch Erkenntnisinstrument. Aber nicht das einzige.« Sabine Scho