Archiv für den Monat: Oktober 2012

Auf dem Weg zur Netzliteratur?

Wandel der Verlagslandschaft

Sächsische Akademie der Künste
Montag, 19. November 2012, 19 Uhr
Blockhaus, Neustädter MArkt 19, 01097 Dresden

Podiumsdiskussion in der kulturpolitischen Reihe „Ressource Kultur“ in Zusammen­arbeit mit der Kultur­stiftung des Frei­staates Sachsen und dem Sächsi­schen Kultursenat

Es diskutieren:
Christoph Links, Verleger Ch. Links Verlag Berlin
Andreas Heidtmann, Verleger Poetenladen Leipzig
Sebastian Wolter, Verleger Voland & Quist Dresden
Nils Kahlefendt, Kritiker und Publizist
Martin Hielscher, Verleger CH. Beck Verlag München
Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro

Thematisiert werden die Veränderungen, denen Verlage unterworfen sind. Zugleich ist dies auch eine Diskussion über die Perspektive von Verlagen: Welche Änderungen und Einschnitte werden auf Verlage zukommen? Welche Entwicklungen, Konzentrationen, Verschiebungen im Vertrieb etc. wird es geben? Worin bestehen Chancen für kleine und mittelgroße Verlage? Wie können sie auf diese Entwicklung reagieren? Wie bedeutet dies für Nischenverlage? Was ändert sich in der Binnenstruktur von Verlagen? Und schließlich: Wie ändert sich das Berufsbild des Verlegers?

Christian Schloyer – panik · blüten – Buchpremiere

Lettrétage
Sonntag , 11. November 2012, 19:30 Uhr
Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin
Eintritt 5,-/erm. 4,-

Christian Schloyer stellt mit panik · blüten seinen zweiten Lyrikband vor, der im April im poetenladen Verlag erschienen ist. Nach dem vielgelobten KOOKbooks-Debüt spiel · ur · meere darf man sich auf neue Gedichte des „postmodernistischen Romantikers“ freuen – auf einen ungewohnten Unterton und teils deutliche Akzentverschiebungen. Wer Schloyer kennt, weiß eines gewiss: Das wird eine ungewöhnliche, verstrahlte Lesung.

„Morgen wirst du sagen, dass du gelebt hast, morgen wird alles gestern sein: Wenn sie erst jäh ist, diese Erkenntnis über das Jäh… wenn dieses Jäh jeden einzelnen Augenblick kontaminiert: mit Leben – wie kannst du bleiben (von ruhig ganz zu schweigen)? Wie nicht leben – verfallen – in lebendigste Panik?

Weil sich Angst (nicht mehr zu sein – schon jetzt nicht mehr zu sein: wie gerade eben) nicht besiegen lässt, wuchert sie, schlägt aus: treibt Blüten: Dich. Du bist! Wie unwahrscheinlich ist das: Du…

… lebst! Wohin? Wo Wurzeln schlagen, angesichts des doppelt Bodenlosen: des Nichtmehrseins – und des Seins? Wenn schon der Dichter darauf keine Antwort geben kann… soll er sich abspeichern, auslöschen, lebenslänglich, Wort für Wort. Soll er ins Wort fallen. Sei Abzählreim: du lebst dich, du lebst dich nicht… Quid pro quo. Alles verblüht.“

poet-Leseparty

TELEGRAPH: Dittrichring 18-20, 04109 Leipzig
Freitag: 19.10.2012 um 20 Uhr
Leipziger Literarischer Herbst

Das Erscheinen des dreizehnten „poet“ nimmt der poetenladen zum Anlass einer Vorstellung des Magazins mit mehreren Autoren, die in der aktuellen Ausgabe vertreten sind. Vorgestellt werden sie von anderen Autoren. Dazu Musik live.

Es darf mit einer bunten, literarisch spannenden Mischung aus Lesung, Autorendialog und Musik gerechnet werden. Mit über 300 Seiten bietet das Magazin poet nr. 13 Einblick in die junge Literaturszene. Erzählungen, Lyrikkommentare, Interviews zum Thema „Literatur und Alltag “ sowie eine Vorstellung der brasilianischen Lyrikszene gehören dazu – und viele Illustrationen. Der Abend möchte etwas von dieser Vielfalt vermitteln. Der Eintritt ist frei.

Es lesen
Clemens Meyer (Prosa) – vorgestellt von Mario Osterland
Jayne-Ann Igel (Lyrik) – vorgestellt von Jan Kuhlbrodt
Katharina Bendixen (Prosa) – vorgestellt von Johanna Hemkentokrax
Special Guest und Musik
Begrüßung: Andreas Heidtmann

Thilo Krause – Und das ist alles genug

Donnerstag, 4. Oktober, 20 Uhr
Buchhandlung LeseZeichen, Priessnitzstrasse 56, 01099 Dresden
LESUNG UND GESPRÄCH

Moderation: Volker Sielaff
Musik: Annett Otto (Klavier und Akkordeon)

Thilo Krause wurde 1977 in Dresden geboren, wo er nach dem Abitur als Pfleger für Körperbehinderte arbeitete. Anschließend studierte er Wirtschafts-Ingenieurwesen, promovierte in Zürich und arbeitet heute als Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.

Thilo Krauses Gedichten liegen zumeist Alltagsbeobachtungen zugrunde, in ihnen finden sich Naturerleben und Landschaften gespiegelt, die wiederum den Resonanzraum für Reflexionen und Erinnerungen bilden. Zuweilen lassen die Gedichte in ihrem Gestus an Logbucheinträge denken, allerdings handelt es sich hier um solche, in denen tagesaktuele Eindrücke nicht nur verarbeitet werden, sondern auch ihre Verdichtung erfahren.

„Still, unaufgeregt sind die Gedichte von Thilo Krause dem Alltag auf der Spur. Kindheitswildnis, Randgebiete, verkrautete Winkel. Texte, die sich ohne viel Gepäck auf den Weg machen, die ihre Protagonisten zugleich bewahren und aufs Neue erschaffen. Geschichten in Verlangsamung, genauso schnörkellos wie überraschend. Thilo Krause genügt es, sich an die alltäglichen Dinge zu halten, sie heraufzuholen und leuchten zu lassen.“ Raoul Schrott

Für Auszüge aus dem vorliegenden Buch wurde er u.a. mit dem Heinz-Weder-Lyrikpreis, dem Irseer Pegasus und einem Werkjahr des Kantons Zürich ausgezeichnet. 2011 war Thilo Krause Finalist beim Leonce-und-Lena-Preis.

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