Frischer Wind am Erzählerhimmel
Der Eisluftballon ist mehr als ein Wortspiel oder ein Fantasiewort. Es entsteht zum einen das Bild des unverhofft am Himmel schwebenden Ballons als Symbol des Reisens und Zeichen einer alltagsfernen Welt. Das wundersame Gebilde steht zugleich für die Wünsche der Figuren in Katharina Hartwells Geschichten. Der Eisluftballon lässt aber auch an all die eingefrorenen Beziehungen denken, aus denen die Figuren auszubrechen versuchen, seien es Paare, Geschwister, Freunde oder Kinder und Eltern.
»Nur hin und wieder, da bräuchten wir einen Eisluftballon. Einen, der nur uns gehört und in den wir jederzeit einsteigen und mit dem wir überall hingelangen könnten, an jeden Ort dürften wir reisen und überall ein Zuhause finden.«
Stimmen zum Buch
... sehr effektvoll, sehr ökonomisch und sehr kunstvoll ... ein richtiges Lesevergnügen!
Hessischer Rundfunk | Alf Mentzer | podcast der Rezension
Die Open-Mike Jury: Wir empfehlen sofort zum Druck!
Meisterin des Unausgesprochenen
Es gibt Bücher, deren Texte gewinnen, je öfter man sie liest. Katharina Hartwells „Im Eisluftballon“ ist so ein Buch.
Armin Steigenberger, Berliner Literaturkritik
Die 1984 in Köln geborene Studentin gehört unbedingt in die A-Liga der deutschen Newcomer, denn sowohl ihr Stil als auch ihr Ideenreichtum können lückenlos mit denen von Zeh, Kehlmann oder Rammstedt mithalten.
mh, kulturnews.de
Katharina Hartwells Erzählungen kommen unspektakulär daher, offenbaren ihre Stärke aber in Details, in den Dialogpausen, in den Brüchen, die in einem Nebensatz lauern können.
Frank Schorneck, culturmag
Es sind spröde, manchmal unheimliche Geschichten, die sie in einer einfachen, präzisen Sprache erzählt.
PRINZ Frankfurt
Ein ums andere Mal wird in bewusst naiver Poetizität die Trauer des nahenden Abschieds zelebriert. Meist sind die Charaktere jung, sogar jünger als die Autorin.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Katharina Hartwell wurde 1984 in Köln geboren und studierte Anglistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main und interdisziplinäres Zusatzstudium Gender Studies. Zurzeit studiert sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (Master).
2009 gewann sie den MDR-Kurzgeschichtenpreis. 2006 war sie Preisträgerin des Wettbewerbes »Junges Literaturforum Hessen-Thüringen«. Als Finalistin beim Open-Mike 2010 erhiellt sie eine lobende Erwähnung.